173 Zitate und 7 Gedichte über Beamte.

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Und wie ein jeder wird zuletzt,
Wenn man ihn hat in ein Amt gesetzt.
War er vorher wie ein Ameis krabblig
Und wie ein Schlänglein schnell und zabblig,
Wird er hernach in Mantel und Kragen
In seinem Sessel sich wohl behagen.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Der ewige Jude. Versepos. Ein Fragment, 1774; Erstdruck 1836. Des ewigen Juden erster Fetzen

Ich war immer fürs Anhören in den unteren Regionen
und fürs Beschließen in den oberen Regionen.

Klemens Wenzel Lothar von Metternich (1773 - 1859), vollständig Clemens Wenceslaus Nepomuk Lothar, Fürst bzw. bis 1813 Graf von Metternich-Winneburg zu Beilstein, österreichischer Diplomat, Politiker und Staatsmann, dominierende Person auf dem Wiener Kongress zur Neuordnung Europas 1814/15

Wer den Amtsschimmel als heilige Kuh anbetet, ist asinös.

© Ulrich Erckenbrecht (*1947), deutscher Schriftsteller und Aphoristiker (Pseudonym: Hans Ritz)

Quelle: Erckenbrecht, Divertimenti. Wortspiele, Sprachspiele, Gedankenspiele, Muriverlag 1999

Ein gut Amt vernaturet oft das Schaf in einen Wolf.

Christoph Lehmann (1579 - 1639), deutscher Schriftsteller, Schuldirektor und Stadtschreiber in Speyer

Quelle: Lehmann, Florilegum Politicum. Politischer Blumengarten, 1630

Gib dem Menschen ein Amt, damit du ihn kennenlernst.

© Raymond Walden (*1945), Kosmopolit, Pazifist und Autor

Quelle: Walden, Sequenzen von Skepsis, Aphorismen-Reihe seit 2009, siehe hierzu: raymond-walden.blogspot.com

Beim Hindernisrennen müssen die Pferde über die Hürden springen, beim Besiegen des Amtsschimmels die Staatsbürger.

© Fritz P. Rinnhofer (1939 - 2020), Marketing- und Verkaufsmanager und Publizist

Quelle: Rinnhofer (Hg.), Weiß-Grüner Zitatenschatz. Von Peter Rosegger bis Fritz P. Rinnhofer, Graz 2002