7 Aphorismen über Bedürfnis.

Der Körper hat nur geringe Bedürfnisse: er verlangt Schutz vor Kälte, Stillung von Hunger und Durst durch Nahrungsmittel; was außerdem begehrt wird, so gilt die Bemühung dafür nur den Lastern, nicht den Bedürfnissen.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere, war ein römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Trostschrift an Helvia (De Consolatione ad Helviam matrem). 10. Kapitel. Übersetzt von Otto Apelt (1923)

Modernes Marketing: Bedürfnisse schlafen nur – man muss sie nur wecken.

© Helmut Glaßl (*1950), Dipl.-Ing., Maler (Autodidakt), Lehrauftrag f. Malerei (VHS Erfurt), Aphoristiker

Der Mensch braucht nicht viel. Aber das Wenige
sollte er richtig gebrauchen.

© Helmut Glaßl (*1950), Dipl.-Ing., Maler (Autodidakt), Lehrauftrag f. Malerei (VHS Erfurt), Aphoristiker

Hunger läutet, würde Jean Paul gesagt haben, den Tag ein wie Liebe ihn aus.

Walter Benjamin (1892 - 1940), Walter Bendix Schoenflies Benjamin, deutscher Philosoph, Essayist, Literaturkritiker und Übersetzer, nahm sich auf der Flucht vor den Nationalsozialisten das Leben

Quelle: Benjamin, Städtebilder, entst. zwischen 1925 und 1930. Weimar I.