8 Zitate über Bedürfnis.

Der Körper hat nur geringe Bedürfnisse: er verlangt Schutz vor Kälte, Stillung von Hunger und Durst durch Nahrungsmittel; was außerdem begehrt wird, so gilt die Bemühung dafür nur den Lastern, nicht den Bedürfnissen.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Trostschrift an Helvia (De Consolatione ad Helviam matrem). 10. Kapitel. Übersetzt von Otto Apelt (1923)
Originaltext: Corporis exigua desideria sunt: frigus summoveri vult, alimentis famem ac sitim extinguere; quidquid extra concupiscitur, vitiis, non usibus laboratur

Hunger läutet, würde Jean Paul gesagt haben, den Tag ein wie Liebe ihn aus.

Walter Benjamin (1892 - 1940), Walter Bendix Schoenflies Benjamin, deutscher Philosoph, Essayist, Literaturkritiker und Übersetzer, nahm sich auf der Flucht vor den Nationalsozialisten das Leben

Quelle: Benjamin, Städtebilder, entstanden 1925-30, Erstdruck 1963 (posthum). Weimar I.