74 Zitate und 4 Gedichte über Befehl, Aufruf.

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Wer Befehle willig befolgt, dem bleibt die bitterste Seite der Knechtschaft erspart, nämlich daß man tun muß, was man nicht will.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Mächtiger als das Schicksal. Ein Brevier, übersetzt von Wolfgang Schumacher 1942. Moralische Briefe an Lucilius, 61. Brief
Originaltext: Qui imperia libens excipit partem acerbissimam servitutis effugit, facere quod nolit

Wenn du manchen Menschen etwas barsch befiehlst, so tun sie es zwar, aber nur ungern. Wenn du es ihnen aber in Güte sagst, so tun sie es überhaupt nicht.

Wilhelm Schlichting (19./20. Jhdt., publizierte um 1930), Schriftsteller und Verleger (Verlag Wilhelm Schlichting in Stuttgart-Gablenberg)

Quelle: Schlichting, Weiser Humor – Lachende Philosophie. 1000 der besten boshaften Sinnsprüche, gesammelt von Wilhelm Schlichting, Verlag Wilhelm Schlichting, Stuttgart-Gablenberg 1931

Wo Verstand befiehlt, ist der Gehorsam leicht.

Theodor Fontane (1819 - 1898), dt. Schriftsteller, Journalist, Erzähler und Theaterkritiker

Der Befehl kam von oben, die Verantwortung nur von unten…

© Elmar Kupke (1942 - 2018), deutscher Aphoristiker und Stadtphilosoph

Quelle: Kupke, Aporismen 2, 1985

„Du sollst“ klingt den meisten angenehmer als „ich will“: in ihren Ohren sitzt immer noch der Herdeninstinkt.

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Sommer – Herbst 1882

Dein Wunsch ist mir Befehl!

Vergil (70 v. Chr. - 19 n. Chr.), selten Virgil, eigentlich Publius Vergilius Maro, römischer Epiker