217 Zitate und 6 Gedichte über Begeisterung.

Wird die Begeisterung erst einmal lächerlich gemacht, so wird alles zunichte gemacht, außer dem Geld und der Macht.

Germaine de Staël (1766 - 1817), Anne-Louise-Germaine Baronin von Staël-Holstein bzw. Madame de Staël, aus der Schweiz stammende französische Schriftstellerin, berühmt durch ihre geistreiche Eloquenz, führte einen bedeutenden Salon und nahm aktiv teil am politischen und intellektuellen Leben ihrer Zeit

Quelle: Staël, Corinna oder Italien (Corinne ou l'Italie), 1807

Begeisterung ist ein Feuer, das die Innenwelt in Fluß erhält. Aber Vernunft muß ihr die Gußform richten, in die sich das geschmolzener Metall ergießt, sonst verfließt alles halt- und gestaltlos.

Otto von Leixner (1847 - 1907), eigentlich Otto von Grünberg, deutscher Novellist, Dichter und Literaturgeschichtler

Quelle: Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Begeisterung ist keine Heringsware,
Die man einpökelt auf einige Jahre.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, J. W., Gedichte. Epigrammatisch. Aus Frisches Ei, gutes Ei

Wer die Gottesgabe der Begeisterung besitzt, der wird wohl älter, aber niemals alt.

Johann Gerhard Oncken (1800 - 1884), deutscher Kaufmann und Kirchengründer aus Varel

Quelle: Kral (Hg.), Christliches Zitatenlexikon, hg. von Josef Kral, 1950. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des IGW Verlags

Flieh der Begeist'rung Todesschlingen;
Sie ist des kranken Geists verzücktes Zerrgesicht,
Gefesselter Gedanken Ringen!

Michail Jurjewitsch Lermontow (1814 - 1841 (im Duell)), russischer Offizier, Schriftsteller und Lyriker, wurde zweimal strafweise in den Kaukasus versetzt, war Hauptrepräsentant der russischen Romantik nach Puschkin

Quelle: Lermontow, M. J., Gedichte. Übersetzt von Friedrich Fiedler

Da, wo die Nüchternheit dich verläßt,
da ist die Grenze deiner Begeisterung.

Friedrich Hölderlin (1770 - 1843), Johann Christian Friedrich Hölderlin, deutscher evangelischer Theologe, Dramatiker und Lyriker (begann ab 1841 seine Gedichte mit ›Scardanelli‹ zu unterzeichnen)