23 Zitate und 8 Gedichte über Berlin.

Seite: 2

Die Berliner leben aber frisch drauf los:
Und das ist Gewinn, also haben sie Recht.

Rahel Varnhagen von Ense (1771 - 1833), Berliner Salondame des vorigen Jahrhunderts, auch Vorkämpferin für die Gleichberechtigung der Juden und der Frauen

In Berlin wächst kein Gras, und in Wien verdorrt es.

Karl Kraus (1874 - 1936), österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker und Dramatiker

Quelle: Kraus, Sprüche und Widersprüche, 1909

Jeder Wiener ist eine Sehenswürdigkeit,
jeder Berliner ein Verkehrsmittel.

Karl Kraus (1874 - 1936), österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker und Dramatiker

Quelle: Kraus, Sprüche und Widersprüche, 1909

Vor Gott sind eigentlich alle Menschen Berliner.

Theodor Fontane (1819 - 1898), dt. Schriftsteller, Journalist, Erzähler und Theaterkritiker

Es gibt eine Verpflichtung, wie es eine Verzweiflung des Untergangs gibt; beide verleihen unberechenbare Kräfte.

Honoré de Balzac (1799 - 1850), französischer Philosoph und Romanautor

Quelle: Balzac, Die Lilie im Tal (Le lys dans la vallée), 1835, übers. v. René Schickele, Insel Verlag, Leipzig 1910

W** und J**

Deine Größe, Berlin, pflegt jeder Fremde zu rühmen;
Führt der Weg ihn zu uns, stutzt er, so klein uns zu sehn.
(uns = Weimar)

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Friedrich, Gedichte. Xenien und Votivtafeln aus dem Nachlass, in: Xenien 1796

Anerkanntes Verdienst ist wie in einer Festung vor den Pfeilen des Neides geschützt.

Friedrich II., der Große (1712 - 1786), preußischer König, »Der alte Fritz«

Quelle: Schröder (Hg.), Lichtstrahlen aus Friedrichs des Großen Schriften, 1886