21 Aphorismen über Beständigkeit.

Der Wechsel allein ist das Beständige.

Arthur Schopenhauer (1788 - 1860), deutscher Philosoph

Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena (2 Bände), 1851. Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Heute, wo alles wackelt, wo alle Erde bebt...

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900), deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen. 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe 1892), Erstdruck 1883. Vierter und letzter Teil, 1885. Von der Wissenschaft

Auf leisen Sohlen wandelt die Schönheit, das wahre Glück und das echte Heldentum. Unbemerkt kommt alles, was Dauer haben wird.

Wilhelm Raabe (1831 - 1910), deutscher Erzähler (Pseudonym: Jakob Corvinus), einer der wichtigsten Vertreter des poetischen Realismus

Quelle: Raabe, Alte Nester. Zwei Bücher Lebensgeschichten, 1877–1879, George Westermann, Braunschweig 1880

Nur wo die Liebe blüht, da reift die wahre Treue,
Sonst schließt der kurze Traum mit einer langen Reue.

Karl Theodor Körner (1791 - 1813), deutscher Freiheitsdichter, Burgtheaterdichter in Wien und Verfasser patriotischer Lieder

Quelle: »Die Braut«, 1811

Niemand kann beständig bleiben, es gebe es ihm denn Gott.

Francesco Petrarca (1304 - 1374), italienischer humanistischer Gelehrter, 1341 in Rom zum Dichter gekrönt, Weltruhm durch Sonette an Laura ›Canzoniere‹, Alterswerk: ›Über die Weltverachtung‹

Ein Wechsel des Willens verrät ein Gemüt, das flatternd bald hier bald dort sich zeigt, je nach dem Zuge des Windes. Was sicher und fest gegründet ist, das schweift nicht hin und her.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere, war ein römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 35. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924)