434 Zitate und 62 Gedichte über Beten, Gebet.

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Das reine Gebet leitet unsere Neigung zum Himmel
wie zu einer dem Feind unzugänglichen Burg.

Erasmus von Rotterdam (1469 - 1536), holländischer Theologe, Philologe und Humanist, nannte sich Desiderius Erasmus, eigentlich Gerhard Gerhards

Eine Frömmigkeit, die nur dann, verstaubt und verrostet, aus der Schublade geholt wird, wenn und weil der Träger im Dreck sitzt, ist keine. Sage mir, zu wem du betest, wenn es dir gut geht, und ich will dir sagen, wie fromm du bist. Not lehrt beten; aber das echte Gebet ist das nicht.

Kurt Tucholsky (1890 - 1935 (Freitod)), Pseudonyme: Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger, Ignaz Wrobel; dt. Schriftsteller, Journalist, Literatur- und Theaterkritiker der Zeitschrift "Die Schaubühne" (später umbenannt in "Die Weltbühne"), zählt zu den bedeutendsten Publizisten der Weimarer Republik

Quelle: Tucholsky, Werke 1907-1935. Das Felderlebnis, in: Die Weltbühne, 17.08.1922, Nr. 33 (Iganz Wrobel)

Anbeten: Erwartungsvoll verehren.

Ambrose Gwinnett Bierce (1842 - 1914), genannt Bitter Pierce, US-amerikanischer Journalist und Satiriker

Quelle: Bierce, Des Teufels Wörterbuch (The Cynic's Word Book), 1906 (1909 als »Devil’s Dictionary« in ›Collected Works‹, Vol. 7)

Ob unser Gebet erhört sei, davon erhalten wir gerade im Beten den sichersten Beweis: Es ist die Befreiung von allen Zweifeln, die feste unerschütterliche Überzeugung in dem, worin wir vorher nicht sicher waren.

Johannes Klimakos (vor 579 - um 649), auch genannt Johannes von der Leiter, Heiliger, Mönch und griechischer asketischer Schriftsteller, seiner Schrift »Klimax tou paradeisou« (dt.: Himmelsleiter), verdankt er seinen Beinamen