103 Aphorismen und 5 Gedichte über Bewegung.

Traurigkeit ist Stille, ist Tod; Heiterkeit ist Regsamkeit, Bewegung, Leben.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916), österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

Quelle: In der »Deutschen Rundschau« am 1. September 1890

Zu unserer Natur gehört die Bewegung; die vollkommene Ruhe ist der Tod.

Blaise Pascal (1623 - 1662), französischer Religionsphilosoph und Naturwissenschaftler, Begründer der Wahrscheinlichkeitsrechnung

[Herakleitos sagt doch,] dass alles davon geht und nichts bleibt [...].
(Panta rhei.)

Heraklit von Ephesos (etwa 540 - 480 v. Chr.), auch Herakleitos, griechischer Philosoph, »Der weinende Philosoph« genannt

Quelle: Platon, Kratylos, entstanden um 390 v. Chr. 402a. Übersetzt von Friedrich Schleiermacher (1807)

Zickzack: Eine unsichere, schwankende Bewegung, wie die von jemandem, der die Last des weißen Mannes trägt.

Ambrose Gwinnett Bierce (1842 - 1914), genannt Bitter Pierce, US-amerikanischer Journalist und Satiriker

Quelle: Bierce, Des Teufels Wörterbuch (The Cynic's Word Book), 1906 (1909 als »Devil’s Dictionary« in ›Collected Works‹, Vol. 7)

Jede Empfindung geschieht dadurch, daß Etwas bewegt wird und leidet.

Aristoteles (384 - 322 v. Chr.), griechischer Philosoph, Schüler Platons, Lehrer Alexanders des Großen von Makedonien

Quelle: Aristoteles, Über die Seele (De Anima). 416b (II, 5.) Übersetzt von Michael Wenzel Voigt (1794)

Jede Bewegung geschieht in einer Zeit und hat ein Ziel.

Aristoteles (384 - 322 v. Chr.), griechischer Philosoph, Schüler Platons, Lehrer Alexanders des Großen von Makedonien

Quelle: Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr. 1174a (X, 4.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1911)