125 Zitate über Bewunderung.

Seite: 12

Wenn du das Kleinliche anstatt des Großen bewunderst, so wird man dich verachten; wenn du aber das Kleinliche verachten kannst, dann wird man dich bewundern.

Epiktet (um 50 - 138 n. Chr.), griechisch: Epiktetos, griechischer Stoiker und Philosoph, Sklave, nach Neros Tod freigelassen; gründete in Nikopolis eine Philosophenschule der Stoa, seine Lehre war von großem Einfluss auf das frühe Christentum

Quelle: Epiktet, Fragmente. Nr. 50. Übersetzt von Hans Stich, 1884

Die Bewunderung nützt nicht sowohl dem Gegenstande als dem Subjekt am meisten; man freuet sich über die Größe des Menschen und daß man sie empfindet.

Jean Paul (1763 - 1825), eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, deutscher Dichter, Publizist und Pädagoge

Quelle: Jean Paul, Bemerkungen, August 1782

Als Engländer haßte ich dich, als Helden bewunderte ich dich.

Manuel José Quintana (1772 - 1857), spanischer Dichter, organisierte den geistigen Widerstand gegen Napoleon I., unter Ferdinand VII. von 1814 bis 1833 Gefängnis und Verbannung; bedeutender Kritiker und Historiker, schrieb Oden und Tragödien

Über Lord Nelson

Der Große braucht die Bewunderung des Kleinen – ohne die ist auch er klein.

© Katharina Eisenlöffel (1932 - 2019), österreichische Aphoristikerin

Quelle: Eisenlöffel, Lebensweisheiten, Trotznauer Buch- und Musikverlag 1997

Hat sich ein Mann einmal seinen Kreis von Bewunderern gesichert, kann er so lächerlich sein, wie er es für richtig hält, es gilt alles als erhabenes Gefühl oder gelehrte Geistesabwesenheit.

Oliver Goldsmith (1728 - 1774), anglo-irischer Erzähler und Lustspielautor

Quelle: Goldsmith, Der Weltbürger oder Briefe eines chinesischen Philosophen aus London an seine Freunde im Orient (The Citizen of the World or Letters from a Chinese Philosopher, residing in London, to his Friends in the East), 1762

Man lege nicht immer alles zur Schau: sonst wird es morgen keiner mehr bewundern.

Baltasar Gracián y Morales (1601 - 1658), spanischer Jesuit, Moralphilosoph und Schriftsteller

Quelle: Gracián, Handorakel und die Kunst der Weltklugheit (Oráculo manual y arte de prudencia), 1647. Erste deutsche Übersetzung 1711. Hier in der Übersetzung von Arthur Schopenhauer 1828-32, Erstdruck 1871. [58.]