91 Aphorismen über Blindheit.

Wenn wir nur noch das sehen, was wir zu sehen wünschen, sind wir bei der geistigen Blindheit angelangt.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916), österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

Quelle: Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1911. Originaltext

Die Sehenden sind es nicht, die sich für sehend halten, immer nur die Blinden.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916), österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

Quelle: Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1911. Originaltext

Es ist kein Unglück, blind zu sein. Es ist nur ein Unglück, die Blindheit nicht zu ertragen.

Konfuzius (551 - 479 v. Chr.), latinisierter Name für Kongfuzi, K'ung-fu-tzu, »Meister Kong«, eigentlich Kong Qiu, K'ung Ch'iu, chinesischer Philosoph

Der Mensch ist ein Blinder, der vom Sehen träumt.

Friedrich Hebbel (1813 - 1863), Christian Friedrich, deutscher Dramatiker und Lyriker

Quelle: Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R.M. Werner, Reclam 1963. Neues Tagebuch, 1839-1842 (Nr. 1421 nach R. M. Werner)