390 Zitate und 4 Gedichte über Demokratie.

Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen;
Der Staat muß untergehn, früh oder spät,
Wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Demetrius. Fragment, 1805; uraufgeführt in Weimar am 15. Februar 1857. Erster Aufzug, Leo Sapieha

Die Welt ist müde von Staatsmännern, welche die Demokratie zu Politikern degradiert hat.

Benjamin Disraeli (1804 - 1881), seit 1876 Earl of Beaconsfield, britischer konservativer Staatsmann und Schriftsteller

Quelle: Disraeli, Lothair, 1870

Die demokratischen Einrichtungen sind Quarantäne-Anstalten gegen die alte Pest tyrannenhafter Gelüste: als solche sehr nützlich und sehr langweilig.

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 1878 (2. erweiterte Auflage 1886). Zweiter Band. Zweite Abteilung: Der Wanderer und sein Schatten

Die moderne Demokratie ist die historische Form vom Verfall des Staates.

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 1878 (2. erweiterte Auflage 1886). Erster Band. Achtes Hauptstück. Ein Blick auf den Staat

Und die Demokratie, löst nicht auch diese sich auf durch die Unersättlichkeit in dem, was sie sich als ihr Gut vorsetzt?

Platon (427 - um 348 v. Chr.), lateinisch Plato, griechischer Philosoph, Schüler des Sokrates

Quelle: Platon, Politeia (Der Staat), entstanden um 375 v. Chr. 562b. Übersetzt von Friedrich Schleiermacher

Wenn die Fürsten fragen:
Was macht Absolon?
Könnt ihr ihnen sagen:
Ei, der hänget schon –

Doch an keinem Baume,
Und an keinem Strick,
Sondern an dem Traume
Einer Republik.

Johann Wilhelm Sauerwein (1803 - 1847), Pseudonym: Philipp Dietrich Wittlich, deutscher Autor, Journalist und Professor in Frankreich für deutsche und englische Sprache

Quelle: Sauerwein, J. W., Gedichte. Aus: Lied der Verfolgten, 1834