276 Aphorismen und 2 Gedichte über Ehrlichkeit.

Wer spät im Leben sich verstellen lernt,
Der hat den Schein der Ehrlichkeit voraus.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Torquato Tasso, 1807. 5. Akt, 3. Szene, Tasso mit sich allein

Und wollt ihr euch erklären,
So nehmt nicht Brei ins Maul.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Gedichte. Zahme Xenien. Nachlese

Redlichkeit gedeiht in jedem Stande.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich von, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Wilhelm Tell, 1802-1804. 2. Akt, 2. Szene, Stauffacher

Aufrichtig sein und redlich bringt Gefahr.

William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Quelle: Shakespeare, Othello, 1604, Erstdruck 1622, erste deutsche Übers. von Christoph Martin Wieland 1766. Hier übers. von Wolf Graf Baudissin, Georg Andreas Reimer, Berlin 1832

Bin ich auch von Natur nicht ehrlich, so bin ich's zuweilen aus Zufall.

William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Quelle: Shakespeare, Das Wintermärchen (The Winter's Tale), 1609, Erstdruck 1623, erste deutsche Übers. von Christoph Martin Wieland 1766. Hier übers. von Dorothea Tieck, Georg Andreas Reimer, Berlin 1832. 4. Aufzug, 3. Szene, Autolycus

Keine Zeit ist so erbärmlich, daß man nicht wieder ehrlich werden könnte.

William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Quelle: Shakespeare, Timon von Athen (Timon of Athens), um 1606, Erstdruck 1623, erste deutsche Übersetzung von Christoph Martin Wieland 1763. Hier übers. von Dorothea Tieck, Georg Andreas Reimer, Berlin 1832

Rechtschaffenheit ist eine seltene Tugend, und der Mensch, der sie im höchsten Maß zu besitzen glaubt, hat sie oft am wenigsten.

Honoré de Balzac (1799 - 1850), französischer Philosoph und Romanautor

Quelle: Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829. Übers. v. Heinrich Conrad, Insel-Verlag, Leipzig 1908

Es kann sein, daß nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält, denn er kann irren, aber in allem, was er sagt, muß er wahrhaftig sein.

Immanuel Kant (1724 - 1804), deutscher Philosoph

Quelle: Kant, Verkündigung des nahen Abschlusses eines Traktats zum ewigen Frieden in der Philosophie, 1796