209 Zitate und 11 Gedichte über Eifersucht.

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Eifersucht ist ein Hundegebell, das die Diebe anlockt.

Karl Kraus (1874 - 1936), österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker und Dramatiker

Quelle: Kraus, Pro domo et mundo, 1919

Nichts auf der Welt trägt so viele Masken wie die Eifersucht.

Hermann Bahr (1863 - 1934), österreichischer Schriftsteller, Dramatiker sowie Theater- und Literaturkritiker

Die Eifersucht ist in gewisser Hinsicht gerechtfertigt und verständlich, weil sie nichts anderes will als ein Gut bewahren, das uns gehört oder von dem wir annehmen, daß es uns gehöre; wohingegen der Neid eine Wut ist, welche die Güter anderer nicht ertragen kann.

François de La Rochefoucauld (1613 - 1680), François VI. de La Rochefoucauld, franz. Offizier, Diplomat und Schriftsteller

Quelle: Rochefoucauld, Reflexionen und moralische Sentenzen (Réflexions ou sentences et maximes morales), 1665, endgültige Fassung 1678

Der Eifersüchtige ereifert sich weniger über den Verlust seiner Geliebten als darüber, daß ein anderer ihm vorgezogen wird.

Paul Rée (1849 - 1901), deutscher Mediziner und Schriftsteller, Freund von Friedrich Nietzsche und Lou Andreas-Salomé

Bezieht sich auf den Bruch mit Nietzsche, der um dieselbe Frau geworben hatte

Die Eifersucht einer Frau ist nichts anderes als verletzte Eigenliebe.

Anatole France (1844 - 1924), eigentlich François Anatole Thibault, französischer Erzähler, Lyriker, Kritiker und Historiker, Nobelpreisträger für Literatur 1921

Eifersucht ist der erste Schritt zum Grabe der Liebe.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Die zwey Emilien. Drama in 4 Aufzügen. Nach dem Englischen, 1803. 1. Aufzug, 7. Auftritt, Montalto