351 Zitate und 13 Gedichte über Eitelkeit.

Es gibt Menschen, die das Bedürfnis haben, hervorzustechen, sich über die andern zu erheben, um welchen reis auch immer. Alles ist ihnen gleich, vorausgesetzt, daß sie sich als Scharlatane zeigen können; auf dem Theater, auf dem Throne, auf dem Schafott, überall befinden sie sich an ihrem Ort, wenn sie nur die Augen der Leute auf sich ziehen können.

Nicolas Chamfort (1741 - 1794), eigentlich Sébastien Roch Nicolas de Chamfort, französischer Dramatiker, Mitglied der Académie Française

Quelle: Chamfort, Maximen und Gedanken. Charaktere und Anekdoten (Maximes et pensées: Caractères et anecdotes), 1795. In: Die französischen Moralisten. Die Aphorismenbücher in vollständiger Gestalt. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938

Wer die Eitelkeit der Welt nicht sieht, ist selbst eitel.

Blaise Pascal (1623 - 1662), französischer Religionsphilosoph und Naturwissenschaftler, Begründer der Wahrscheinlichkeitsrechnung

Quelle: Pascal, Gedanken über die Religion und einige andere Gegenstände (Pensées sur la religion et sur quelques autres sujets), 1656-62; Erstdruck 1669/70

Nichts macht den Menschen so eitel, als wenn ihm gesagt wird, er sei ein Sünder.

Oscar Wilde (1854 - 1900), eigentlich Oscar Fingal O'Flahertie Wills, irischer Lyriker, Dramatiker und Bühnenautor

Große Menschen sind stolz, kleine eitel.

George Gordon Byron (1788 - 1824), George Gordon Noel Byron, 6. Baron Byron, bekannt als Lord Byron, englischer Dichter der Romantik

Nichts ist doch so eitel und unbeständig auf Erden,
Als der Mensch.

Homer (etwa 8. Jh. v. Chr.), auch Homeros, griechischer Dichter

Quelle: Homer, Odyssee, Ende 8./Anfang 7. Jhdt. v. Chr. 18. Gesang. Odysseus

Eitelkeit oder Liebe heilen die Frauen von der Trägheit.

Jean de La Bruyère (1645 - 1696), bedeutender Vertreter der französischen Moralisten und Aphoristiker