2194 Zitate und 112 Gedichte über Erkenntnis.

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Reißt den Menschen aus seinen Verhältnissen; und was er dann ist, das ist er.

Johann Gottfried Seume (1763 - 1810), deutscher Schriftsteller, unternahm 1801/02 seine berühmte Fußreise nach Sizilien (»Spaziergang nach Syrakus«)

Quelle: Seume, Apokryphen, 1806/07; erster vollständiger Druck in: Prosaische und poetische Werke, Berlin 1869

Eine Sache, die sich aufklärt, hört auf, uns etwas anzugehen.

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, 1886. Viertes Hauptstück. Sprüche und Zwischenspiele

Im Reiche des Wissens kommt – anders als im physischen – der Schall immer früher an als das Licht.

Jean Paul (1763 - 1825), eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, deutscher Dichter, Publizist und Pädagoge

Quelle: Jean Paul, Clavis Fichtiana seu Leibgeberiana (Anhang zum I. komischen Anhang des Titans), 1800. Vorrede

Wenn genügend Zeit verstrichen ist, sind alle Erinnerungen schön.

August Strindberg (1849 - 1912), Johan August Strindberg, schwedischer Schriftsteller und Künstler, gilt als einer der wichtigsten schwedischen Autoren

Nur eine Ansicht ist unwahr, die, daß nur eine Ansicht wahr sei.

Ernst von Feuchtersleben (1806 - 1849), Ernst Maria Johann Karl Freiherr von Feuchtersleben, österreichischer Arzt, Lyriker und Essayist, prägte den Begriff der „Psychose“ in der medizinischen Literatur und gilt als Mitbegründer der Psychosomatischen Medizin

Quelle: Feuchtersleben, Confessionen, Blätter, in: Sämmtliche Werke in sieben Bänden, 4. Band, 1851

Das erst gibt dem Gold die Farbe der Sonne, daß man ins Feuer es wirft!

Friedrich Hölderlin (1770 - 1843), Johann Christian Friedrich Hölderlin, deutscher evangelischer Theologe, Dramatiker und Lyriker (begann ab 1841 seine Gedichte mit ›Scardanelli‹ zu unterzeichnen)

Quelle: Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 1797-1799