595 Zitate und 30 Gedichte über Essen, Nahrung.

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Pellkartoffel

Wie das dampft und wie das mundet!
Erst die kleine warme Nuß! –
Noch ein Brocken! Ham der spundet!
Runter! Das ist Hochgenuß!

Und nun geht's an das Tranchieren:
Kleine Würfel, Körnchen Salz –
Langsam Gaum' und Mund berührend
Rutscht es gurgelnd durch den Hals.

An den Schalen zarte Scheibchen
Knabbert er mit Wollust noch – –
War seit lang der erste Abend,
Daß er satt zu Bette kroch …

Ludwig Scharf (1864 - 1938), deutscher Lyriker, sein Gedichtband »Lieder eines Menschen« gilt als eines der wichtigsten lyrischen Werke des Naturalismus

Quelle: Scharf, Gesammelte Lyrik und Prosa. Mit einer Auswahl aus dem Briefwechsel, hg. von Walter Hettche, Aisthesis Archiv 16, Aisthesis Verlag 2011. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Aisthesis Verlags. Originaltext

Trotz schwindender Einwohnerzahl bleibt die deutsche Gesamttonnage offensichtlich gleich.

© Klaus D. Koch (*1948), Dr. med., deutscher Mediziner und Aphoristiker

Quelle: Koch, Grosses ›Koch‹ Buch, Edition Temmen 2018

Fressen und Saufen treibt Leib und Seele auseinander.

© Rupert Schützbach (*1933), deutscher Aphoristiker und Epigrammdichter

Quelle: Schützbach, SpruchSprudel. Aphorismen, Edition Toni Pongratz, 2016. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Verlags

Was sich ein Kannibale wohl unter einem Hamburger vorstellt?

© Klaus D. Koch (*1948), Dr. med., deutscher Mediziner und Aphoristiker

Quelle: Koch, Grosses ›Koch‹ Buch, Edition Temmen 2018