96 Zitate über Fähigkeit, Unfähigkeit.

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Irre ich mich, oder ist das Gegenteil von mangelnder Qualifikation qualifizierter Mangel?

© Gerd W. Heyse (*1930), auch: Ernst Heiter, deutscher Schriftsteller und Aphoristiker

Quelle: Heyse, Die dritte Seite der Medaille, Verlagshaus Thüringen 1993

Deswegen ist er zu allem fähig,
weil er zu nichts fähig ist.

© Alexander Ratner (*1923), russischer Offizier und Aphoristiker

Quelle: Genin, Samowahrheiten – Aphorismen aus der Sowjetunion, Eulenspiegel Verlag 1982

Niemand kennt seine guten und bösen Fähigkeiten alle.

Georg Christoph Lichtenberg (1742 - 1799), deutscher Physiker und Meister des Aphorismus

Quelle: Lichtenberg, Über Physiognomik; wider die Physiognomen. Zu Beförderung der Menschenliebe und Menschenkenntniß, 1778

Gott hat uns sicherlich keinerlei Fähigkeiten gegeben, mit der Bestimmung, dieselben unter keinen Umständen zu gebrauchen.

Arthur Conan Doyle (1859 - 1930), Sir Arthur Ignatius Conan Doyle, englischer Romanschriftsteller, schuf die Gestalt des Meisterdetektivs Sherlock Holmes und seines Freundes Dr. Watson (u. a. »Die Abenteuer des Sherlock Holmes«)

Die bloße Tatsache des Besitzes einer Fähigkeit ist beweiskräftiger Grund dafür, daß wir verpflichtet sind, von ihr, als gesetzmäßiger Kraft, Gebrauch zu machen.

Arthur Conan Doyle (1859 - 1930), Sir Arthur Ignatius Conan Doyle, englischer Romanschriftsteller, schuf die Gestalt des Meisterdetektivs Sherlock Holmes und seines Freundes Dr. Watson (u. a. »Die Abenteuer des Sherlock Holmes«)

Der Mißbrauch unserer Fähigkeiten macht uns unglücklich und böse.

Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778), Genfer Schriftsteller, Philosoph und Pädagoge; wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution

Quelle: Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762

Potenzial, das verrottet, ist auch nur heiße Luft.

© Marina Zuber (*1978), Pädagogin, Bildungswissenschaftlerin, Sozialwissenschaftlerin, Wirtschaftsfachwirtin, Aphoristikerin und Wortspielerin

Eine Gabe der Vorsehung bei den Menschen, besonders bei einem intelligenten Menschen, ist seine Verachtung für Fähigkeiten, die er nicht besitzt.

Jules und Edmond Huot de Goncourt (Jules: 1830 - 1870, Edmond: 1822 - 1896), französische Sozialromanciers, Kunstsammler, Kunst- und Kulturhistoriker, schrieben ihre Bücher gemeinsam, Edmond stiftete den Prix Goncourt

Quelle: Goncourt, Tagebuchblätter. 9. Februar 1885. Übersetzt von Heinrich Stümcke