288 Zitate und 7 Gedichte über Faulheit.

Was helfen dem Mann achtzig in Untätigkeit verbrachte Jahre? Das war kein Leben, nein, nur ein müßiges Verweilen im Leben; sein Sterben ist nicht spät erfolgt sondern hat nur eine lange Zeit für sich in Anspruch genommen.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere, war ein römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 93. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924)

Faulheit ist die Furcht vor bevorstehender Arbeit.

Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.), römischer Redner und Staatsmann

Quelle: Cicero, Gespräche in Tusculum (Tusculanae disputationes), 45 v. Chr

Faulheit ist Hang zur Ruhe ohne vorhergehende Arbeit; sie ist mit Trägheit einerlei, und erzeugt den Müßiggang, der die Quelle aller Laster ist.

Georg Victor Keller (1760 - 1827), deutscher Benediktiner, Priester und Hochschullehrer

Quelle: Keller, G. V., Georg Viktor Kellers Nachlass. Eine Reihe moralischer, politischer und wissenschaftlicher Aufsätze mit beigefügter Biographie (Erster Band), J. Barbisch (Hrsg.), Freiburg 1830

Unter den drei Lastern: Faulheit, Feigheit und Falschheit, scheint das erstere das verächtlichste zu sein.

Immanuel Kant (1724 - 1804), deutscher Philosoph

Quelle: Kant, Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, 1798. Erster Teil. Anthropologische Didaktik

Die Arbeit ist etwas Unnatürliches.
Die Faulheit allein ist göttlich.

Anatole France (1844 - 1924), eigentlich François Anatole Thibault, französischer Erzähler, Lyriker, Kritiker und Historiker, Nobelpreisträger für Literatur 1921