181 Aphorismen und 6 Gedichte über Feigheit.

Der Feige droht nur, wo er sicher ist.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Torquato Tasso, 1807. 2. Akt, 3. Szene, Antonio zu Tasso

Nicht jene, die streiten, sind zu fürchten, sondern jene, die ausweichen.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916), österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

Quelle: Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1911. Originaltext

Es stirbt der Feige oftmals, eh' er stirbt.

William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Jeder Jäger wird mal ein Hase, früher oder später, denn die Ewigkeit ist lang.

Wilhelm Busch (1832 - 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller

Quelle: Busch, Briefe. 1893 bis 1908. An Maria Anderson

Feigheit, die Mutter aller Grausamkeit.

Michel de Montaigne (1533 - 1592), eigentlich Michel Eyquem, Seigneur de Montaigne, französischer Philosoph und Essayist

Feigheit ist der wirksamste Schutz gegen die Versuchung.

Mark Twain (1835 - 1910), eigentlich Samuel Langhorne Clemens, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker

Feigling: Jemand, der in Gefahr mit den Beinen denkt.

Ambrose Gwinnett Bierce (1842 - 1914), genannt Bitter Pierce, US-amerikanischer Journalist und Satiriker

Quelle: Bierce, Des Teufels Wörterbuch (The Cynic's Word Book), 1906 (1909 als »Devil’s Dictionary« in ›Collected Works‹, Vol. 7)