464 Zitate und 61 Gedichte über Frage.

Seite: 51

Frage an Schiller: Kann das Gesetz der Freund der Schwachen sein,
wenn es die Mächtigen machen?

© Karlheinz Deschner (1924 - 2014), eigentl. Karl Heinrich Leopold Deschner, Schriftsteller, Religions- und Kirchenkritiker

Quelle: Deschner, Bissige Aphorismen, 1994. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis von Frau Katja Deschner

Welche Verblendung ist es, die den Menschen oft verführt, gegen einen falschen Stolz, kleinliche Bedenklichkeit oder ein übereilt gegebenes Wort, sein Liebstes, sein Heiligstes aufs Spiel zu setzen?

Sophie Mereau (1770 - 1806), Sophie Friederike Mereau, Schriftstellerin der deutschen Romantik

Quelle: Mereau, Amanda und Eduard, entst. ab Mitte 1795. Erster Teil. 27. Brief. Eduard an Barton

Muss immer der Morgen wiederkommen? Endet nie des Irdischen Gewalt?

Novalis (1772 - 1801), eigentlich Georg Philipp Friedrich Leopold Freiherr von Hardenberg, deutscher Lyriker

Quelle: Novalis, Gedichte. Hymnen an die Nacht, 1797-1800. Aus: 2. [Muß immer der Morgen wiederkommen]

Ist es ein allgemeines Gesetz, dass etwas in uns ist, das stärker, größer, schöner, leidenschaftlicher, dunkler ist als wir?

Robert Musil (1880 - 1942), seit 1918 auch Robert Edler von Musil, österreichischer Novellist, Dramatiker und Aphoristiker

Quelle: Musil, Die Verwirrung des Zöglings Törleß, 1906

Keiner will mehr selbst Fragen stellen, alle nur noch Antworten auswählen.

© Michael Richter (*1952), Dr. phil., deutscher Zeithistoriker und Aphoristiker

Quelle: Richter, Wortburg. Aphorismen, Books on Demand 2013