136 Zitate und 9 Gedichte über Fremdgehen, Untreue.

Seite: 3

Wenn einer seinem Weibe beiwohnt in dem Glauben, es sei eine andere, so ist er ein Ehebrecher, obschon jene keine Ehebrecherin ist.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Von der Unerschütterlichkeit des Weisen oder Von der Stärke des Weisen (De Constantia Sapientis). 7. Kapitel. Übersetzt von Otto Apelt (1923)

Der Mann traf die Frau im Ehebruch. "Freund", rief sie ihm entgegen, "ich wollte mich bloß überzeugen, daß du in allen Dingen einzig bist."

Friedrich Hebbel (1813 - 1863), Christian Friedrich Hebbel, deutscher Dramatiker und Lyriker

Quelle: Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04

Sobald es eine Doppelliebe zu rechtfertigen gilt, erklärt man sie gemeinhin mit der männlichen Lust an Kontrasten.

Alfred de Musset (1810 - 1857), französischer Dichter, Novellist und Dramatiker, Verfasser nihilistischer und frivoler Werke

Quelle: Musset, Der Mann mit den zwei Geliebten (Les deux maîtresses), 1837

Wer fremd geht, liebt über seine Verhältnisse.

© Klaus Klages (*1938), deutscher Gebrauchsphilosoph und Abreißkalenderverleger

Quelle: Klages, Das Schlimmste für den Humor ist der Ernstfall. Sprüche und Aproporismen, Up-to-Date-Kalender AG 2003

Der Bruch der Ehe bricht auch das Glück der Kinder.

Theodor Gottlieb von Hippel der Ältere (1741 - 1796), ostpreußischer Staatsmann, Schriftsteller und Sozialkritiker, Stadtpräsident von Königsberg, Freund Immanuel Kants