73 Aphorismen und 5 Gedichte über Gastfreundschaft.

Wenn die Gäst' oft wüßten, wie z'wider sie einem oft sind,
es ließ' sich kein Mensch mehr einladen auf der Welt.

Johann Nepomuk Nestroy (1801 - 1862), österreichischer Dramatiker, Schauspieler und Bühnenautor

Quelle: Nestroy, Das Mädl aus der Vorstadt oder Ehrlich währt am längsten (literarische Vorlage: La Jolie Fille du Faubourg von Paul de Kock und Charles Varin), 1841. I, 6. Frau von Erbsenstein

Der Sinn in den Gebräuchen der Gastfreundschaft ist: das feindliche im Fremden zu lähmen.

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900), deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, Morgenröte. Gedanken über die moralischen Vorurteile, 1881

Selbst Feinden, die als Gäste zu uns kommen, muss die schuldige Gastfreundschaft erwiesen werden; der Baum beschattet mit seinen Blättern auch denjenigen, der ihn fällt.

Mahābhārata indisches Nationalepos aus dem Hindu-Sanskrit, deren wichtigstes Lehrgedicht die Bhagavadgîtâ ist; entstand um 400 v.Chr. bis um 400 n. Chr., als Verfasser gilt Vjāsa