58 Zitate und 2 Gedichte über Gegensatz.

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Jesus und Religion, das sind die unversöhnlichsten Gegensätze, die es gibt. Es gibt keinen Weg zum Stillstehen, kein Glühfeuer zur Abkühlung und kein Schwert zum Streicheln.

Heinrich Lhotzky (1859 - 1930), deutscher Theologe und Publizist, propagierte später einen politischen Antisemitismus, der mit einer entschiedenen Abkehr vom Christentum verbunden war

Quelle: Lhotzky, Vom Erleben Gottes, 1908

Sätze und Gegensätze sind was Geheimnisvolles. Es ist nie erforscht worden, warum ein einzelner Satz sozusagen eine Welt enthalten kann und ein anderer sozusagen garnichts.

© Billy (1932 - 2019), eigentlich Walter Fürst, Schweizer Aphoristiker

Quelle: Billy, Wir Kleindenker – Ein Plädoyer für die Einfalt und Vielfalt des Denkens, Books on Demand 2006

Worte wirken gern mit ihren Gegensätzen.

© Michael Marie Jung (*1940), Professor, deutscher Hochschullehrer, Führungskräftetrainer, Coach und Wortspieler

Quelle: Jung, Augenzwinkern. Ein psychologischer Streifzug mit humorvollen Aphorismen und Gedichten, Books on Demand 2005

Welt! wie schamlos und boshaft du bist!
Du nährst und erziehest und tötest zugleich.
Nur wer von Allah begünstiget ist,
Der nährt sich, erzieht sich, lebendig und reich.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, J. W., Gedichte. West-östlicher Divan, 1814 - 1819. Buch der Betrachtungen (Ferdusi)

Keine Rose ohne Dorn,
Keine Liebe ohne Zorn,
Kein Begegnen ohne Scheiden,
Keine Freude ohne Leiden –
Aller Dinge tiefstes Wesen
Mußt im Gegensatz du lesen.

Ernst von Wildenbruch (1845 - 1909), deutscher vaterländischer Dramatiker, Erzähler und Novellist, Enkel Louis Ferdinands von Preußen

Quelle: Wildenbruch, Lieder und Balladen, 1887

Die innigsten Verbindungen folgen eigentlich nur aus dem Entgegengesetzten.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, J. W., Autobiographisches. Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit. 3. Teil, 14. Buch

Es ist immer ein und dasselbe was in uns wohnt: Lebendes und Totes und das Wache und das Schlafende und Jung und Alt. Wenn es umschlägt, ist dieses jenes und jenes wiederum, wenn es umschlägt, dieses.

Heraklit von Ephesos (etwa 540 - 480 v. Chr.), auch Herakleitos, griechischer Philosoph, »Der weinende Philosoph« genannt

Quelle: Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., Berlin 1903-1910. 88.