15 Aphorismen über Gegenseitigkeit.

Es gibt ein Wort, das jedem als praktische Lebensregel dienen könnte: Gegenseitigkeit.

Konfuzius (551 - 479 v. Chr.), latinisierter Name für Kongfuzi, K'ung-fu-tzu, »Meister Kong«, eigentlich Kong Qiu, K'ung Ch'iu, chinesischer Philosoph

In einer Gesellschaft,
in der eine Hand die andere
wäscht, geht es allen,
die da nicht mittun,
ziemlich dreckig.

© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker

Quelle: »Lebensspuren« erschienen im Geest-Verlag

Nichts beruht so sehr auf Gegenseitigkeit wie Liebe und Freundschaft.

© Stefan Radulian (*1979), österreichischer Student, Aphoristiker und »verträumter Realist«

Gegenseitigkeit: Des einen Pein kann des anderen Hoffnung sein.

© Dr. Ing. Marc Kraft (*1967), früher Jagdflieger, jetzt Medizintechnikentwickler mit Lehrauftrag, Familienvater und neuerdings Hobby-Sprücheklopfer

Durch Wechselbeistand kann
auch Not die Not vertreiben,
so wie einander warm zwei
kalte Hände reiben.

Friedrich Rückert (1788 - 1866), alias Freimund Raimar, deutscher Dichter, Lyriker und Übersetzer arabischer, hebräischer, indischer und chinesischer Dichtung

Du rollst meinen Klotz, und ich werde deinen rollen.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere, war ein römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Verkürbissung des Kaisers Claudius (Apocolocyntosis), 54 n. Chr