102 Zitate und 4 Gedichte über Gelassenheit.

Ein heiterer Tag ist wie ein grauer, wenn wir ihn ungerührt ansehen.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. 7. Buch, 1. Kap., Wilhelm mit sich allein

Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewußtseins.

Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916), Marie Freifrau Ebner von Eschenbach, österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

Quelle: Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1911. Originaltext

Wo zwei zusammenstoßen, siegt der Besonnene.

Laotse (vermutlich 6. Jh. v. Chr.), eigentlich Laozi, nur legendenhaft fassbarer chinesischer Philosoph, Begründer des Taoismus, Laotse bedeutet 'der Alte', sein Sippenname war 'Li Erl'

Die höchste Krone des Helden ist die Besonnenheit mitten in Stürmen der Gegenwart.

Jean Paul (1763 - 1825), eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, deutscher Dichter, Publizist und Pädagoge

Leicht muß man sein:
mit leichtem Herz und leichten Händen,
halten und nehmen, halten und lassen ...

Hugo von Hofmannsthal (1874 - 1929), österr. Lyriker, Dramatiker, Erzähler; gilt als einer der wichtigsten Repräsentanten des deutschsprachigen Fin de Siècle und der Wiener Moderne. Mitbegründer der Salzburger Festspiele; Librettist für Richard Strauss' Opern

Quelle: Hofmannsthal, Der Rosenkavalier, Libretto zur gleichnamigen Oper von Strauss/Hofmannsthal, UA 1911. 1. Akt. Originaltext. Mitunter fälschlicherweise Gottfried Keller zugeschrieben

Was in der Welt
dir nicht gefällt,
mußt du dir gelassen
gefallen lassen.

Paul Heyse (1830 - 1914), eigentlich Paul Johann Ludwig von Heyse, deutscher Romanist, Novellist und Übersetzer, Nobelpreisträger für Literatur 1910

Quelle: Heyse, P. v., Spruchbüchlein, 1885. Originaltext