30 Zitate und 1 Gedicht über Gemeinheit, Niedertracht.

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Die Niedertracht kommt nie aus der Mode.

Unbekannt

Quelle: Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Die ganz große Gemeinheit entsteht heutzutage nicht dadurch, daß man sie tut, sondern dadurch, daß man sie gewähren läßt.

Robert Musil (1880 - 1942), seit 1918 auch Robert Edler von Musil, österreichischer Novellist, Dramatiker und Aphoristiker

Quelle: Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, 1921-1942; gilt als einer der wichtigsten Romane des 20. Jhs. Der erste Band von drei geplanten erschien 1930, der erste Teil des zweiten 1932. Musil arbeitete bis zu seinem Lebensende an dem Roman. Erstes Buch

Ist die Gemeinschaft zu eng,
gedeiht auch das Gemeine.

© Hans Ulrich Bänziger (*1938), Schweizer Psychologe und Schriftsteller

Quelle: Bänziger, Überhaupt und kopfunter. Aphorismen und Gedanken, 2009

Es gibt nichts Gemeines, was, fratzenhaft ausgedruckt, nicht humoristisch aussähe.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, Verlag der Goethe-Gesellschaft, Weimar 1907. Aus Kunst und Altertum, 3. Bandes 1. Heft,1821. Eigenes und Angeeignetes in Sprüchen

Schon mancher beging, um seinen guten Namen zu retten,
eine große Gemeinheit.

Otto Weiß (1849 - 1915), Wiener Musiker und Feuilletonist

Quelle: Weiß, O., So seid Ihr!, Erste Folge, Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart und Leipzig, 1906