379 Zitate und 5 Gedichte über Genie.

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Das Genie bildet die Welt aus sich heraus, der Held bildet sie in sich hinein.

Ludwig Börne (1786 - 1837), Carl Ludwig Börne, deutscher Journalist, eigentlich Juda Löb Baruch, Literatur- und Theaterkritiker

Leicht tun zu können, was schwierig für andere ist – das ist Talent; tun zu können, was für das Talent unmöglich ist, das ist Genie.

Henri-Frédéric Amiel (1821 - 1881), französisch-schweizerischer Philosoph, Essayist und Lyriker

Quelle: Amiel, Fragments d'un journal intime, 1908. Übers. anonym

Jedes Genie aber ist in seiner Sprache, jedes Herz in seiner Religion allmächtig.

Jean Paul (1763 - 1825), eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, deutscher Dichter, Publizist und Pädagoge

Quelle: Jean Paul, Levana oder Erziehlehre, 1807 (2. Auflage 1811). Viertes Kapitel. Bildung zur Religion. § 40

Das Genie zeigt sich weniger im Schmieden kühner Pläne als in der Berechnung der Möglichkeiten, über die man zu ihrer Ausführung verfügt.

Maximilien de Robespierre (1758 - 1794 (hingerichtet)), getauft als Maximilien-François-Marie-Isidore, fanatischer französischer Jakobiner, führte die Schreckensherrschaft zum Höhepunkt

Manche Geschöpfe sind ganz dämonischer Art, in manchen sind Theile von ihm [des Dämonischen] wirksam.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 2. März 1831

Ich fühle wohl, Bester, es gehört Genie zu allem,
auch zum Märtyrertum.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Die Wahlverwandtschaften, 1809. 2. Teil, 18. Kap., Eduard zum Major