131 Zitate und 2 Gedichte über Geschmack.

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Mit viel Geschmack und wenig Geist kann man immer noch Erfolg haben, niemals aber mit viel Geist und wenig Geschmack.

Charles Joseph de Ligne (1735 - 1814), Fürst Charles Joseph de Ligne, auch Charles-Joseph de Ligne, Offizier und Diplomat in österreichischen Diensten und Schriftsteller, in Wien auch als der rosarote Prinz bekannt

Geschmacksverirrung: vorschneller Beifall für Abfälliges.

© Jürgen Wilbert (*1945), Dr. phil., deutscher Literat und Aphoristiker

Quelle: Wilbert, Hirnbissiges, Basilisken-Presse 2006

Nach einem Genie ohne Geschmack kommen immer zahlreiche Geschmacklose ohne Genie.

Emanuel Wertheimer (1846 - 1916), deutsch-österreichischer Philosoph und Aphoristiker ungarischer Herkunft

Quelle: Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Die Masse könnt Ihr nur durch Masse zwingen,
Ein jeder sucht sich endlich selbst was aus.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Faust. Eine Tragödie. Vorspiel auf dem Theater, 1808. Direktor

Über Geschmack soll man nur mit jenen streiten, die welchen haben.

© Ulrich Erckenbrecht (*1947), deutscher Schriftsteller und Aphoristiker (Pseudonym: Hans Ritz)

Quelle: Erckenbrecht, Divertimenti. Wortspiele, Sprachspiele, Gedankenspiele, Muriverlag 1999

Schlechtem Geschmack sind keine Grenzen gesetzt.

© Gerd W. Heyse (1930 - 2020), auch: Ernst Heiter, deutscher Schriftsteller und Aphoristiker

Quelle: Heyse, Gedanken-Sprünge, Eulenspiegel Verlag 1988

Wer nur einen Geschmack hat, hat keinen Geschmack.

Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781), deutscher Schriftsteller, Kritiker und Philosoph der Aufklärung

Der richtige Geschmack ist eigentlich ein Ding negativer Art, und besteht in der Widerstandsfähigkeit gegen das Schlechte.

Johann Jakob Mohr (1824 - 1886), deutscher Epigrammatiker, Dramatiker, Aphoristiker, Erzähler und Pädagoge

Quelle: Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 1879