466 Zitate und 7 Gedichte über Gesellschaft.

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Die angenehmsten Gesellschaften sind die, in welchen eine heitere Ehrerbietung der Glieder gegeneinander obwaltet.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus den Wahlverwandtschaften, 1809. Aus Ottiliens Tagebuche

Stoß-Seufzer

Gib mir Juden, Russen, Franzmann,
Blut und Geist auf alle Weise,
doch erspar mir deine, Landsmann,
sogenannten bessern Kreise.

Christian Morgenstern (1871 - 1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer

Quelle: Morgenstern, Epigramme und Sprüche, 1922 (posthum)

Um die Gesellschaft (die natürlich aus den Nichtarbeitern besteht) glücklich und das Volk selbst in kümmerlichsten Zuständen zufrieden zu machen, ist es nötig, daß die große Mehrheit sowohl unwissend als arm bleibt. Kenntnisse erweitern und vervielfachen unsere Bedürfnisse, und je weniger ein Mann bedarf, desto leichter können seine Notwendigkeiten befriedigt werden.

Bernard de Mandeville (1670 - 1733), englischer Arzt und Philosoph, wandte sich mit der kontrovers diskutierten Satire »Bienenfabel« (1714) gegen den Idealismus von Anthony Shaftesbury, indem er die fördernde Kraft des menschlichen Eigennutzes (z.B. in der Wirtschaft) nachzuweisen suchte

Quelle: Mandeville, Die Bienenfabel oder Private Laster, öffentliche Vorteile (The Fable of the Bees: or, Private Vices, Public Benefits), 1714

Manche Leute machen in Gesellschaft gar keinen schlechten Eindruck, wenn sie einen gutsitzenden Frack tragen und das Maul halten.

Unbekannt

Quelle: Schlichting, Weiser Humor – Lachende Philosophie. 1000 der besten boshaften Sinnsprüche, gesammelt von Wilhelm Schlichting, Verlag Wilhelm Schlichting, Stuttgart-Gablenberg 1931

Das ist meine Taktik: um sich irgendwo gut einzuführen, muß man die Leute amüsieren.

Michail Jurjewitsch Lermontow (1814 - 1841 (im Duell)), russischer Offizier, Schriftsteller und Lyriker, wurde zweimal strafweise in den Kaukasus versetzt, war Hauptrepräsentant der russischen Romantik nach Puschkin