438 Zitate und 8 Gedichte über Gesetz.

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Das Gesetz fordert, die Strafe nimmt, die Gnade gibt.

Franz von Assisi (1182 - 1226), eigentlich Giovanni Bernadone, katholischer Heiliger, Stifter des Franziskanerordens

Früher litten wir an Verbrechen, heute an Gesetzen.

Publius Cornelius Tacitus (um 55 - 120 n. Chr.), römischer Geschichtsschreiber

Quelle: Tacitus, Annalen (Annales oder Ab excessu divi Augusti), veröffentlicht zwischen 110 und 120 n. Chr

Die Gesetze sind den Spinnweben gleich, da die kleinen Fliegen und Mücken innen bleiben henken, die Wespen aber und Hornissen hindurchdringen.

Christoph Lehmann (1579 - 1639), deutscher Schriftsteller, Schuldirektor und Stadtschreiber in Speyer

Quelle: Lehmann, Florilegum Politicum. Politischer Blumengarten, 1630. Originaltext

Jedes Gesetz soll klar, einheitlich und genau sein; es auslegen heißt fast immer, es verderben.

Voltaire (1694 - 1778), eigentlich François-Marie Arouet, französischer Philosoph der Aufklärung, Historiker und Geschichts-Schriftsteller

Quelle: Voltaire, Philosophisches Wörterbuch (Dictionnaire philosophique portatif), Genf u. London 1764, übers. von A. Ellissen 1844

Gesetzeslücken lassen sich durch beständigen Gebrauch beträchtlich erweitern.

Mark Twain (1835 - 1910), eigentlich Samuel Langhorne Clemens, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker

Sodann aber trachte man ganz besonders, mittelst der Gesetze dahin zu wirken, daß niemand durch Anhang oder Vermögen ein großes Übergewicht an Macht erlangt [...].

Aristoteles (384 - 322 v. Chr.), griechischer Philosoph, Schüler Platons, Lehrer Alexanders des Großen von Makedonien

Quelle: Aristoteles, Politik. 1308b (V, 8.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1912)