390 Zitate und 5 Gedichte über Gewohnheit.

Man denkt an das, was man verließ;
Was man gewohnt war, bleibt ein Paradies.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832. 2. Akt, Am obern Peneios, Mephistopheles zu Dryas

Das reinste Glück, das wir empfunden,
Die Wollust mancher reichen Stunden
Floh wie die Zeit mit dem Genuß.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, J. W. v., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier aus: Das Glück

In der Gewohnheit ruht das einzige Behagen des Menschen.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821; erw. Form 1829. 1. Buch, 4. Kap., Jarno zu Wilhelm

Eine alte Gewohnheit legt sich so leicht nicht ab, und eine Richtung, die wir früh genommen, kann wohl einige Zeit abgelenkt, aber nie ganz unterbrochen werden.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Erzählungen. Unterhaltungen deutscher Ausgewanderte, 1795. Die Geschichte vom ehrlichen Prokurator

Aus Gemeinem ist der Mensch gemacht,
Und die Gewohnheit nennt er seine Amme.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Wallenstein (Trilogie), entst. 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. 1. Akt, 4. Auftritt, Wallenstein

Den wilden Gram macht die Gewohnheit zahm.

William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Denken ist frei!

William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Quelle: Shakespeare, Der Sturm (The Tempest), 1611, Erstdruck 1623, erste deutsche Übers. von Christoph Martin Wieland 1763. Hier in der Übers. von August Wilhelm von Schlegel, Johann Friedrich Unger, Berlin 1798

Kein altes Übel ist so groß, daß es nicht von einem neuen übertroffen werden könnte.

Wilhelm Busch (1832 - 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller

Quelle: Busch, Briefe. Sämtliche Briefe, Band I: Briefe 1841 bis 1892, Hannover 1968. An Friedrich August von Kaulbach

Dann aber ist das Maß des Unheils voll, wann das Schändliche nicht bloß
vergnügt, sondern sogar gefällt; und da ist keine Hilfe mehr, wo, was Laster war, zur Sitte wird.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere, war ein römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 39. Brief. Übersetzt von August Pauly (1833)