389 Zitate und 5 Gedichte über Gewohnheit.

Seite: 38

Gewohnheit und Natur, die beiden,
Wie weit sie ihre Macht ausbreiten!

Freidank (Vrîdanc) (um 1170 - um 1233), auch Vrîgedanc, bürgerlicher Schwabe, Kreuzzugteilnehmer 1228/29, Verfasser des Lehrgedichts »Bescheidenheit«

Quelle: Freidank, Bescheidenheit, entstanden zwischen 1215 und 1230. Nr. 38 (v. erkantnisse). Übertragen von Pannier

Jede Gewöhnung, sogar die Verstellung, wird Eigenschaft schließlich;
Schwermut, stelle dich leicht, bis du zum Gleichmut gedeihst!

Richard Dehmel (1863 - 1920), Richard Fedor Leopold Dehmel, dt. Dichter, Lyriker, Dramatiker und Kinderbuchautor

Quelle: Dehmel, R., Gedichte. Erlösungen. Aus: Ausgleichungen, 1891

Nieder mit der Gewohnheitsmacht.

© Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger (*1939), Prof. Dr., deutscher Chemiker, Mitglied der Enquête-Kommission für Gentechnik des Deutschen Bundestages, wurde für sein Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Quelle: Quadbeck-Seeger, Der Wechsel allein ist das Beständige, Wiley-VCH Verlag 2002

Unsere Gewohnheiten führen mit uns ein
strenges Regiment.

© Peter Cerwenka (*1942), Univ.-Prof. a.D. Dr., Fachbereich Verkehrssystemplanung, Technische Universität Wien

So gewöhnt man sich an alles, und viele Schrecknisse sind es größtenteils nur in der Einbildung.

Wilhelm von Humboldt (1767 - 1835), Friedrich Wilhelm Christian Karl Ferdinand von Humboldt, deutscher Philosoph, Philologe und preußischer Staatsmann, Mitbegründer der Universität Berlin (heute Humboldt-Universität zu Berlin)

Quelle: Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Hildebrand Diede), 1847. 3.9.1832

Immer dann, wenn man spürt, daß Routine sich einschleicht,
sollte man etwas Neues machen.

Max Reinhardt (1873 - 1943), eigentlich Maximilian Goldmann, österreichischer Theaterregisseur; begründete mit seiner Jedermann-Inszenierung (1920) die Salzburger Festspiele