2213 Zitate und 156 Gedichte über Glück.

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ich habe die ganze brust voll glück und über jedes ende hinaus winkt mir mit goldnen flügeln unsterblichkeit.

Stefan George (1868 - 1933), deutscher Dichter und Mittelpunkt eines Kreises von Anhängern (George-Kreis)

Quelle: George, Tage und Taten. Aufzeichnungen und Skizzen, Erstdruck 1903. Vorrede zu Maximin. Originaltext

Mit dem Genuss des Glücks wächst der Schmerz des Verlustes.

Plinius der Jüngere (um 61 - um 113), Gaius Plinius Caecilius Secundus, römischer Politiker und Schriftsteller, von seinem Onkel Plinius dem Älteren adoptiert

Quelle: Plinius der Jüngere, Briefe (Epistulae). Buch VIII, Brief 5: C. Plinius Gemino Suo S. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Nam fruendis voluptatibus crescit carendi dolor

Fortuna

Frau Fortuna, ganz umsunst
Tust du spröde! deine Gunst
Weiß ich mir, durch Kampf und Ringen,
Zu erbeuten, zu erzwingen.

Überwältigt wirst du doch,
Und ich spanne dich ins Joch,
Und du streckst am End' die Waffen –
Aber meine Wunden klaffen.

Es verströmt mein rotes Blut,
Und der schöne Lebensmut
Will erlöschen; ich erliege
Und ich sterbe nach dem Siege.

Heinrich Heine (1797 - 1856), eigentlich Harry Heine, deutscher Dichter und Romancier, ein Hauptvertreter des Jungen Deutschland, Begründer des modernen Feuilletons

Quelle: Heine, Gedichte. Neue Gedichte, Erstdruck 1844. Die Gedichte entstanden zwischen 1824 und 1844, viele von ihnen wurden zuvor in Zeitschriften bzw. in Sammelbänden veröffentlicht. Originaltext