1215 Zitate und 47 Gedichte über Glaube, Glauben.

Fehlen Beweise
triumphiert Überzeugung
Geburt des Glaubens

© Erhard Horst Bellermann (*1937), deutscher Bauingenieur, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Bellermann, Gedankenreich, Engelsdorfer Verlag 2004

Erst müssen wir glauben, und dann glauben wir.

Georg Christoph Lichtenberg (1742 - 1799), deutscher Physiker und Meister des Aphorismus

Quelle: Lichtenberg, Sudelbuch K, 1793-1796. [K 136]

Unsere Philosophie nach dem dreißigsten Jahre heißt Glaube.

Wilhelm Busch (1832 - 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller

Quelle: Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche

Der Glaube, Senfkorn groß, versetzt den Berg ins Meer:
Denkt, was er könnte tun, wenn er ein Kürbis wär.

Angelus Silesius (1624 - 1677), dt.: Schlesischer Engel, eigentlich Johannes Scheffler, deutscher Arzt, Priester und Dichter

Quelle: Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Sie haben gewiß recht, wenn Sie sagen, der Glückliche bedarf den Glauben, um nicht übermütig zu werden, der nicht Glückliche aber als Halt, und der Unglückliche um nicht zu erliegen.

Wilhelm von Humboldt (1767 - 1835), Friedrich Wilhelm Christian Karl Ferdinand von Humboldt, deutscher Philosoph, Philologe und preußischer Staatsmann, Mitbegründer der Universität Berlin (heute Humboldt-Universität zu Berlin)

Quelle: Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 28. Januar 1827

Glaube ist Liebe zum Unsichtbaren, Vertrauen aufs Unmögliche, Unwahrscheinliche.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Literatur und Leben

Glaube stärkt den Schwachen und schwächt den Starken.

© Klaus Ender (1939 - 2021), deutsch-österreichischer Fachbuchautor, Poet, bildender Künstler der Fotografie

Der Glaube entfesselt die Wünsche des Menschen von den Banden der natürlichen Vernunft; er genehmigt, was Natur und Vernunft versagen; er macht den Menschen darum selig, denn er befriedigt seine subjektivsten Wünsche.

Ludwig Feuerbach (1804 - 1872), deutscher Philosoph

Quelle: Feuerbach, Das Wesen des Christentums, 1841. Erster Teil. Das wahre, d. i. anthropologische Wesen der Religion. 14. Kapitel: Das Geheimnis des Glaubens – das Geheimnis des Wunders