211 Zitate und 6 Gedichte über Gleichgültigkeit.

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Es gibt kaum eine größere Enttäuschung, als wenn du mit einer recht großen Freude im Herzen zu gleichgültigen Menschen kommst.

Christian Morgenstern (1871 - 1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer

Quelle: Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1897

Wieviel Zeit von seinen eigenen Tagen behält man übrig für die Bedrängnis der anderen?

Wilhelm Raabe (1831 - 1910), Pseudonym Jakob Corvinus, deutscher Erzähler, einer der wichtigsten Vertreter des poetischen Realismus

Was schert mich Weib, was schert mich Kind?
Laß sie doch betteln gehen, wenn sie hungrig sind.

Heinrich Heine (1797 - 1856), Christian Johann Heinrich Heine (Harry Heine), deutscher Dichter und Romancier, ein Hauptvertreter des Jungen Deutschland, Begründer des modernen Feuilletons

Vielleicht war meine Gleichgültigkeit nichts als das Übermaß einer Begierde ohne Grenzen.

Gustave Flaubert (1821 - 1880), französischer Erzähler und Novellist

Quelle: Flaubert, November (Novembre), 1842; deutsch von E. W. Fischer, Leipzig 1916

[…] lau Ist schlimmer noch als kalt […].

Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781), deutscher Schriftsteller, Kritiker und Philosoph der Aufklärung

Quelle: Lessing, Nathan der Weise, 1779; uraufgeführt 1783. 5. Akt, 5. Auftritt, Tempelherr

Gleichgültigkeit! Gleichgültigkeit an die Stelle der Liebe? – Das heißt, Nichts an die Stelle von Etwas.

Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781), deutscher Schriftsteller, Kritiker und Philosoph der Aufklärung

Quelle: Lessing, Emilia Galotti, 1772. 4. Akt, 3. Auftritt, Orsina

Wo Mäßigung ein Fehler ist, da ist Gleichgültigkeit ein Verbrechen.

Georg Christoph Lichtenberg (1742 - 1799), deutscher Physiker und Meister des Aphorismus

Quelle: Lichtenberg, Sudelbuch G, 1779-1788. [G 62]