211 Zitate und 6 Gedichte über Gleichgültigkeit.

Seite: 22

Hütet Euch, jene schwächliche Resignation, von welcher der nächste Schritt zur Gleichgültigkeit führt, zu befördern, oder sie gar hervorrufen zu wollen.

Wilhelm Raabe (1831 - 1910), Pseudonym Jakob Corvinus, deutscher Erzähler, einer der wichtigsten Vertreter des poetischen Realismus

Quelle: Raabe, Die Chronik der Sperlingsgasse, 1857. Originaltext

Gleichgültigkeit ist eine einsame, duftlose Blume,
die auf dem Sumpf erblüht.

Carmen Sylva (1843 - 1916), eigentlich Prinzessin Elisabeth Pauline Ottilie Luise zu Wied VA (Royal Order of Victoria and Albert), deutsche Schriftstellerin und Lyrikerin, durch Heirat Königin Elisabeth von Rumänien

Quelle: Sylva, Vom Amboß, 1890

Was bewirkt Gleichgültigkeit? Gleichgültigkeit bringt uns in die bodenlosen Abgründe des Verstandes.
Was bewirkt Losgelöstheit? Losgelöstheit bringt uns hin zum unendlichen Licht und Entzücken unserer Seele.

© Sri Chinmoy (1931 - 2007), eigentlich Chinmoy Kumar Ghose, spiritueller Lehrer, Friedensphilosoph, Sportler und Künstler

Quelle: Chinmoy, Two God-Amusement-Rivals: My Heart-Song-Beauty and My Life-Dance-Fragrance, part 1, Agni Press, New York 1996. Mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Wie aber lobst du, Unmündiger, deine schwachen Götter,
wenn du alle preisest?

Wilhelm Heinrich Wackenroder (1773 - 1798), deutscher Schriftsteller

Quelle: Wackenroder, Phantasien über die Kunst für Freunde der Kunst, posthum hg. v. Ludwig Tieck, Perthes, Hamburg 1799

Am Gleichgültigen perlt die Wahrheit ab wie am öligen Gefieder einer Ente.

© Hubert Michelis (*1958), freier Schriftsteller

Quelle: Michelis, Bewusster und glücklicher leben durch Entschleunigung, Spica Verlag GmbH, 2019. Mit freundlicher Genehmigung des Verlags