406 Zitate und 4 Gedichte über Größe.

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Die Größe eines Menschen kann man bereits am Umgang mit Kleinigkeiten erkennen.

© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Ferstl, Ausgedrückte Eindrücke, 2014

Die wahrhaft großen Menschen huldigen keineswegs einem öden Ichkultus, sondern sie erzeugen in den anderen das Gefühl ihrer Erhabenheit dadurch, daß sie sich zu ihnen hinabbeugen, ja, wenn es sein muß, für sie opfern!

Robert Musil (1880 - 1942), Robert Edler von Musil, österreichischer Novellist, Dramatiker und Aphoristiker

Quelle: Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, 1921-1942; gilt als einer der wichtigsten Romane des 20. Jhs. Der erste Band von drei geplanten erschien 1930, der erste Teil des zweiten 1932. Musil arbeitete bis zu seinem Lebensende 1942 an dem Roman. Aus dem Nachlaß. Originaltext

Die Menschen werden immer größer, aber nur äußerlich.

© Fred Ammon (*1930), Aphoristiker

Quelle: Ammon, Kleine Dumm- und Weisheiten zum Schmunzeln und Nachdenken, Books on Demand 2008

Stolz und Hartnäckigkeit ist nicht Größe.

Ernst Adolf Willkomm (1810 - 1886), deutscher Schriftsteller, Jurist und Philologe

Quelle: Willkomm, Die Europamüden. Ein modernes Lebensbild, 1838. An Ferdinand

Wem aber nichts mehr übrig ist, um seine Würde zu steigern, kann noch auf diese eine Weise wachsen – wenn er sich selbst herabbeugt, seiner eigenen Größe gewiss.

Plinius der Jüngere (um 61 - um 113), Gaius Plinius Caecilius Secundus, römischer Politiker und Schriftsteller, von seinem Onkel Plinius dem Älteren adoptiert

Quelle: Plinius der Jüngere, Lobrede auf den Kaiser Traian (Panegyricus). Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Nam cui nihil ad augendum fastigium superest, hic uno modo crescere potest, si se ipse summitat securus magnitudinis suae

Dubiöse Größe: die anderen kleinzukriegen.

© Vytautas Karalius (*1931), litauischer Dichter, Aphoristiker und Übersetzer deutscher Lyrik

Eine Mücke muss sich sehr bemühen, um einen Ochsen zu übertönen.

Carmina Burana lateinisch »Lieder aus Benediktbeuren«, Sammlung mittellateinischer und mittelhochdeutscher Vagantenlieder in einer Handschrift des 13. Jahrhunderts aus der Abtei Benediktbeuern

Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Diu mukke muoz sich sere muen, wil si den ohsen uber luen