34 Zitate und 3 Gedichte über Größenwahn.

Ist es nicht paradox, wenn sich eine Mücke ein Bein ausreißt, um Elefant zu werden?

© Oliver Tietze (*1965), deutscher Aphoristiker

Quelle: Tietze, Spuren in der Zukunft, Brockmeyer Verlag, 2016

Er ließ einem Größenwahn, der nicht von ihm ist, die Zügel, die er sich ausgeborgt hatte, schießen.

Karl Kraus (1874 - 1936), österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker und Dramatiker

Quelle: Kraus, Sprüche und Widersprüche, 1909

Es gibt ein Übel, ohne das sich die meisten nicht wohl fühlen: den Größenwahn.

Emanuel Wertheimer (1846 - 1916), deutsch-österreichischer Philosoph und Aphoristiker ungarischer Herkunft

Quelle: Wertheimer, Aphorismen, Gedanken und Meinungen. Mit einem Vorwort von François Coppée, Mitglied der französischen Akademie. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart, Berlin, Wien 1896. Originaltext

Ich bin Karl der Große, weil ich wie er meine Krone von Frankreich mit der der Lombardei vereinigt trage und mein Reich an den Orient grenzt.

Napoleon I. Bonaparte (1769 - 1821), französischer Feldherr und Politiker, Kaiser der Franzosen von 1804-1814/15

Quelle: Berühmte Aussprüche und Worte Napoleons von Corsika bis St. Helena, verlegt bei Julius Zeitler, Leipzig 1906

Größenwahn ist nicht, daß man sich für mehr hält als man ist, sondern für das, was man ist.

Karl Kraus (1874 - 1936), österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker und Dramatiker

Quelle: Kraus, Pro domo et mundo, 1919