835 Zitate und 14 Gedichte über Gut & Böse.

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Noch nie hat die Vernunft allein Gut und Böse zu erklären vermocht, oder auch nur auseinanderzuhalten und die Wissenschaft hat immer nur rohe, plumpe Antworten gegeben.

Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821 - 1881), Auch Fëdor Mihajlovič Dostoevskij; gilt als einer der bedeutendsten russischen Schriftsteller

Quelle: Dostojewski, Sinn der Läuterung, zusammengestellt von J. Schirmer, Hyperion-Verlag, Berlin 1938

Die Anziehungskraft des Bösen bewirkt nichts Gutes.

© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Ferstl, Punktgenau. Aphorismen, Books on Demand 2015

Wir glauben an das Gute im Menschen, weil uns dabei wohler ist.

© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Ferstl, Andenken. Aphorismen, Books on Demand 2018

Das Böse und das Gute sind siamesische Zwillinge.

© Vytautas Karalius (*1931), litauischer Dichter, Aphoristiker und Übersetzer deutscher Lyrik

Quelle: Karalius, Flöhe in der Zwangsjacke. Aphorismen, Paradoxa, ironische Anspielungen, hg. und mit einem Nachwort versehen von Alexander Eilers, litblockín, Fernwald 2011. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Verlags

Die Menschen sind eben mittlere Wesen, weder ganz gut noch ganz böse.

Theodor Haecker (1879 - 1945), deutscher Schriftsteller, Kulturkritiker und Übersetzer; Vertreter des katholischen Existentialismus; entschiedener Gegner des Nationalsozialismus

Quelle: Haecker, Tag- und Nachtbücher 1939-1945, hg. v. Heinrich Wild, Kösel, München 1947

Jenseits von Gut und Böse ist höllisch was los, denn dort wartet Nietzsche.

© Billy (1932 - 2019), eigentlich Walter Fürst, Schweizer Aphoristiker

Quelle: Billy, Aphoretum – Gesammelte Aphorismen, 2010