47 Zitate und 1 Gedicht über Hässlichkeit.

Eine Frau, die nicht häßlich sein kann, ist nicht schön.

Karl Kraus (1874 - 1936), österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker und Dramatiker

Quelle: Kraus, Sprüche und Widersprüche, 1909. I. Weib, Phantasie

Am häßlichsten ist Häßlichkeit am Spötter.

William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Quelle: Shakespeare, Wie es euch gefällt (As You Like It), um 1599, Erstdruck 1623

Von allen häßlichen Dingen sind künstliche Blumen wohl das Häßlichste.

Oscar Wilde (1854 - 1900), eigentlich Oscar Fingal O'Flahertie Wills, irischer Lyriker, Dramatiker und Bühnenautor

Auch häßliche Gesichter haben irgendeinen Vorzug, weswegen man sie anblicken kann, und das ist ein großer Trost für die Menschen.

Sei Shonagon (um 966 - um 1025), Hofdame der japanischen Kaiserin während der Heian-Zeit, schrieb das kulturhistorisch wichtige »Kopfkissenbuch«. Es enthält scheinbar flüchtig hingeworfene Bemerkungen über Augenblickseindrücke

Quelle: Sei Shōnagon, Das Kopfkissenbuch (makura no sōshi), 1001-1010

Es gibt eine Häßlichkeit der Verworfenheit, Erniedrigung und Gemeinheit, eine Häßlichkeit des Geldes – das Kainsmal der Million.

Jules und Edmond de Goncourt (Jules: 1830 - 1870, Edmond: 1822 - 1896), französische Sozialromanciers, Kunstsammler, Kunst- und Kulturhistoriker, schrieben ihre Bücher gemeinsam, Edmond stiftete den Prix Goncourt

Quelle: Goncourt, Ideen und Impressionen (Idées et sensations), 1866 (dt. 1904)

Schönheit gibt es nur eine. Die Häßlichkeit ist vielfältig,
aber auch deren Vielfalt erschöpft sich rasch.

Jules Amédée Barbey d’Aurevilly (1808 - 1889), französischer Schriftsteller, exzentrischer Dandy, überzeugter Royalist und Katholik, schrieb Romane und Essays

Quelle: d’Aurevilly, Die Rache einer Frau (La vengeance d'une femme), 1883

Was ist so häßlich, daß nicht die Schönheit darüber ihre Schleier spönne, die so Wenige sehen können?

Carl Ludwig Schleich (1859 - 1922), deutscher Arzt, Erfinder der Anästhesie und Schriftsteller

Quelle: Schleich, Die Weisheit der Freude, 1921