47 Zitate und 1 Gedicht über Hässlichkeit.

Eine Frau, die nicht häßlich sein kann, ist nicht schön.

Karl Kraus (1874 - 1936), österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker und Dramatiker

Wer einen Sinn hat für das Häßliche,
dem muß auf Erden wohl sein.

Gustav Klimt (1862 - 1918), österreichischer Maler, Mitbegründer der Berliner Sezession; Hauptvertreter des österreichischen Jugendstils, leitete von 1897 bis 1905 die von ihm mitbegründete »Wiener Sezession«, gestaltete Zeichnungen und Gemälde mit dominierenden erotischen Motiven

Am häßlichsten ist Häßlichkeit am Spötter.

William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Quelle: Shakespeare, Wie es euch gefällt (As You Like It), um 1599, Erstdruck 1623

Von allen häßlichen Dingen sind künstliche Blumen wohl das Häßlichste.

Oscar Wilde (1854 - 1900), eigentlich Oscar Fingal O'Flahertie Wills, irischer Lyriker, Dramatiker und Bühnenautor

Auch häßliche Gesichter haben irgendeinen Vorzug, weswegen man sie anblicken kann, und das ist ein großer Trost für die Menschen.

Sei Shonagon (um 966 - um 1025), Hofdame der japanischen Kaiserin während der Heian-Zeit, schrieb das kulturhistorisch wichtige »Kopfkissenbuch«. Es enthält scheinbar flüchtig hingeworfene Bemerkungen über Augenblickseindrücke

Quelle: Sei Shōnagon, Das Kopfkissenbuch (makura no sōshi), 1001-1010

Es gibt eine Häßlichkeit der Verworfenheit, Erniedrigung und Gemeinheit, eine Häßlichkeit des Geldes – das Kainsmal der Million.

Jules und Edmond Huot de Goncourt (Jules: 1830 - 1870, Edmond: 1822 - 1896), französische Sozialromanciers, Kunstsammler, Kunst- und Kulturhistoriker, schrieben ihre Bücher gemeinsam, Edmond stiftete den Prix Goncourt

Quelle: Goncourt, Ideen und Impressionen, autorisierte Übersetzung von Poeschel & Trepte, Leipzig 1904

Schönheit gibt es nur eine. Die Häßlichkeit ist vielfältig,
aber auch deren Vielfalt erschöpft sich rasch.

Jules Amédée Barbey d’Aurevilly (1808 - 1889), französischer Schriftsteller, exzentrischer Dandy, überzeugter Royalist und Katholik, schrieb Romane und Essays

Quelle: d’Aurevilly, Die Rache einer Frau (La vengeance d'une femme), 1883