20 Zitate über Habsucht.

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Die Jugend ist vom Alter aufgezehrt, der Leib von Krankheiten zernagt und schon lauert der Tod auf die letzten Lebensgeister: die Habsucht aber ist geblieben.

Aus Indien

Quelle: Gueleva (Übers.), Altindische Sprüche (ca. 3500 v. Chr. - 500 n. Chr.), übersetzt von Paul Gueleva (*1955), russ. Philosoph, Literat, Übersetzer

Der Verdacht der Habgier ist zu meiden.

Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.), römischer Redner und Staatsmann

Quelle: Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Vitanda tamen suspicio est avaritiae

Die Habsucht ist soweit fortgeschritten, dass es auf der gesamten Welt nichts gibt, weder etwas Heiliges, noch etwas Weltliches, aus dem kein Gewinn geschlagen werden könnte.

Erasmus von Rotterdam (1469 - 1536), holländischer Theologe, Philologe und Humanist, nannte sich Desiderius Erasmus, eigentlich Gerhard Gerhards

Quelle: Erasmus von Rotterdam, Adagia, 1510-1535. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: nunc eo processit habendi rabies, ut nihil sit usquam in rerum natura, neque sacrum, neque profanum, unde non aliquid foenoris extundatur.

Wem ausreichend zuteil geworden ist, der verlange nicht nach mehr.

Horaz (65 - 8 v. Chr.), eigentlich Quintus Horatius Flaccus, römischer Satiriker und Dichter

Quelle: Horaz, Briefe (Epistolae). I, 2, 46. Übersetzung: Aphorismen.de
Originaltext: Quod satis est cui contingit, nihil amplius optet.

Die Habgier des chinesischen Mandarinen, des altrömischen Aristokraten, des modernen Agrariers hält jeden Vergleich aus.

Max Weber (1864 - 1920), deutscher Sozialökonom, Wirtschaftstheoretiker und Soziologe

Quelle: Weber, Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus, 1920

Viel verlangt, wem viel fehlt.

Horaz (65 - 8 v. Chr.), eigentlich Quintus Horatius Flaccus, römischer Satiriker und Dichter

Quelle: Horaz, Gedichte (Carmina). 3, 16, 42-43. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Multa petentibus desunt multa

Fände der Weltuntergang übermorgen statt, würden noch morgen Termingeschäfte gemacht.

© Kuno Roth (*1957), Chemiker, Mentoring-Verantwortlicher und Kolumnist

Quelle: Roth, Aussicht von der Einsicht. Gegen-Sätze und Aphorismen zu Psyche, Politik und Pasta. Poesie 21,93, hg. von Anton G. Leitner. Verlag Steinmeier 2017

Habsucht erträgt nicht, dass jemand dankbar ist.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Von den Wohltaten (De Beneficiis). II, 2. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Non patitur aviditas quemquam esse gratum

Habsucht ist der Ursprung aller Verbrechen.

Claudian (um 370 - 405), eigentlich Claudius Claudianus, römischer Dichter

Quelle: Claudian, De consulatu Stilichonis. 2,111. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Avaritia prima scelerum mater