330 Zitate und 12 Gedichte über Hass.

Ich kann mich nicht betören lassen,
macht euren Gegner nur nicht klein:
Ein Kerl, den alle Menschen hassen,
der muß was sein!

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, J. W. v., Gedichte. Nachlese. Zahme Xenien 9

Bezwingt des Herzens Bitterkeit! Es bringt nicht gute Frucht, wenn Haß dem Haß begegnet.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Maria Stuart, 1800. 3. Akt, 3. Auftritt, Shrewsbury

Wisset, die euch Haß predigen,
erlösen euch nicht.

Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916), Marie Freifrau Ebner von Eschenbach, österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

Quelle: Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1911. Originaltext

Wir hassen bald, was oft uns Furcht erregt.

William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Quelle: Shakespeare, Antonius und Kleopatra, 1607, Erstdruck 1623, erste deutsche Übersetzung von Christoph Martin Wieland 1764. Hier übers. von Wolf Graf Baudissin unter der Redaktion von Ludwig Tieck, Verlag Georg Reimer, Berlin 1831

Wer mit 40 Jahren unter seinen Mitmenschen verhaßt ist, bleibt so bis zum Ende.

Konfuzius (551 - 479 v. Chr.), latinisierter Name für Kongfuzi, K'ung-fu-tzu, »Meister Kong«, eigentlich Kong Qiu, K'ung Ch'iu, chinesischer Philosoph

Mensch, wo du noch was bist, was weißt, was liebst und haßt,
so bist du, glaube mir, nie ledig deiner Last.

Angelus Silesius (1624 - 1677), (Schlesischer Engel) eigentlich Johannes Scheffler, deutscher Arzt, Priester und Dichter

Quelle: Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Das Weib lernt hassen, in dem Maße, in dem es zu bezaubern – verlernt.

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900), deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, 1886. Viertes Hauptstück. Sprüche und Zwischenspiele