338 Zitate und 12 Gedichte über Hass.

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Den ekel- und hasserfüllten Kopf auf die Brust senken.

Franz Kafka (1883 - 1924), deutschsprachiger Schriftsteller, in Prag geboren als Sohn einer bürgerlichen jüdischen Kaufmannsfamilie

Quelle: Kafka, Die Zürauer Aphorismen, entstanden 1917-1918, von Max Brod unter dem Titel "Betrachtungen über Sünde, Hoffnung, Leid und den wahren Weg" veröffentlicht 1931

Ein ohnmächtiger Haß ist die schrecklichste Empfindung; denn eigentlich sollte niemand hassen, als den man vernichten könnte.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, J. W., Briefe. An Carl Friedrich Zelter, im März 1811

Eigentümlich ist es menschlicher Gemütsart, Beleidigte zu hassen.

Publius Cornelius Tacitus (um 55 - 120 n. Chr.), römischer Geschichtsschreiber

Quelle: Tacitus, Leben des Agricola (De vita Iulii Agricolae), 98 n. Chr

Bei den Weisen bleibt überhaupt kein Platz für Haß. Denn wer – außer ganz großen Dummköpfen – haßt wohl die Guten? Die Schlechten aber zu hassen, ist sinnlos.

Boethius (um 480 - um 524 von Theoderich hingerichtet), Anicius Manlius Torquatus Severinus Boethius, römischer Staatsmann und Philosoph, Übersetzer der logischen Schriften des Aristoteles. Bekanntestes Werk »Trost der Philosophie«, entstanden während langer Kerkerhaft

Quelle: Boethius, Vom Trost der Philosophie (De consolatione philosophiae), um 524 n. Chr. 4. Buch.
Originaltext: [Quo fit,] ut apud sapientes nullus prorsus odio locus relinquatur. Nam bonos quis nisi stultissimus oderit? Malos vero odisse ratione caret