276 Zitate und 13 Gedichte über Heirat.

Seite: 2

Heirate ein Mädchen aus gleichem Stande. Denn nimmst du eine aus vornehmem Geschlecht, erhältst du Herren und nicht Verwandte.

Kleobulos von Lindos (6. Jh. v. Chr.), Tyrann von Lindos, galt aber anders als spätere Tyrannen nicht als Gewaltherrscher, man zählte ihn sogar zu den sieben Weisen

Quelle: Stobaios, Eclogae und Florilegium (antike Sammlung von Exzerpten und Lehrmeinungen)

Die einen verführen und lassen sitzen; die anderen heiraten und lassen liegen. Diese sind die Gewissenloseren.

Karl Kraus (1874 - 1936), österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker und Dramatiker

Quelle: Kraus, Sprüche und Widersprüche, 1909

Heiraten ist die erste Dummheit, die man begeht, wenn man erwachsen geworden ist.

Karl Friedrich Wilhelm Wander (1803 - 1879), deutscher Pädagoge, Mitbegründer des »Allgemeinen Deutschen Lehrervereins«, wurde 1849 wegen revolutionärer Umtriebe seines Amtes enthoben und mit Berufsverbot belegt

Von eines Metzgers und einer Gerberin Hochzeit

Recht tauget Bräutigam und Braut:
Das Fleisch vermählt ist mit der Haut.

Georg Rodolf Weckherlin (1584 - 1653), deutscher Lyriker, schrieb Festgedichte, Gesellschaftslieder; Vertreter des literarischen Frühbarock in Deutschland, formal von der Dichtung der französischen Renaissance beeinflusst

Als er ihr seine Hand für's Leben gab, ahnte er noch nichts von seinem Fuß, der ihr den Abschied geben würde.

© Gerd W. Heyse (1930 - 2020), auch: Ernst Heiter, deutscher Schriftsteller und Aphoristiker

Quelle: Heyse, Der Hund des Nachbarn bellt immer viel lauter, Eulenspiegel-Verlag 1984

Auf die Frage, ob man heiraten solle oder nicht, gab er [Sokrates] die Antwort: "Was du auch tust, du wirst es bereuen."

Diogenes Laertius (3. Jahrhundert n. Chr.), antiker Philosophiehistoriker und Doxograph, verfasste eine Geschichte der antiken Philosophie in zehn Bänden

Quelle: Diogenes Laertius, Leben und Meinungen berühmter Philosophen. II, 33