140 Zitate und 9 Gedichte über Heldentum.

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Der Held braucht Verhängnis und Unglück, um sich beweisen zu können.
Not und Held gehören zusammen wie Krankheit und Fieber.

Robert Musil (1880 - 1942), seit 1918 auch Robert Edler von Musil, österreichischer Novellist, Dramatiker und Aphoristiker

Quelle: Musil, Kleine Prosa, Aphorismen, Autobiographisches, in: Gesammelte Werke in neun Bänden, 7. Band, hg. v. Adolf Frisé, Reinbek 1978

Gestern noch ein Held gewesen,
Ist man heute schon ein Schurke.

Heinrich Heine (1797 - 1856), Christian Johann Heinrich Heine (Harry Heine), deutscher Dichter und Romancier, ein Hauptvertreter des Jungen Deutschland, Begründer des modernen Feuilletons

Quelle: Heine, H., Gedichte. Nachlese. Zeitgedichte. Aus: Einem Abtrünnigen, 1869

Wir sprachen von der Weisheit des Nathan und es sei Heldennatur,
den Unterdrückten zu lieben.

Bettina von Arnim (1785 - 1859), deutsche Schriftstellerin, geborene Elisabeth Catharina Ludovica Magdalena Brentano, auch Bettine, Schwester des Philosophen Clemens Brentano

Quelle: Arnim, Bettina v., Dialoge. Gespräche mit Dämonen. Des Königsbuches zweiter Band, 1852

Ein jeglicher muß seinen Helden wählen,
Dem er die Wege zum Olymp hinauf
Sich nacharbeitet.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Iphigenie auf Tauris, 1787. 2. Akt, 1. Auftritt, Pylades zu Orest