156 Aphorismen und 7 Gedichte über Herzensgüte.

Die Güte des Herzens nimmt einen weiteren Raum ein als der Gerechtigkeit geräumiges Feld.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, Verlag der Goethe-Gesellschaft, Weimar 1907. Aus dem Nachlass. Skizziertes. Zweifelhaftes. Unvollständiges

Kein Wissen gibt's,
Der Seele Bildung im Gesicht zu lesen;

William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Quelle: Shakespeare, Macbeth, um 1608, Erstdruck 1623, erste deutsche Übers. von Christoph Martin Wieland 1765. Hier übers. von Dorothea Tieck, Georg Andreas Reimer, Berlin 1832. Originaltext der Übersetzung. 1. Aufzug, 4. Szene, Duncan

Vornehmheit und Herzensgüte sind nicht alles, aber sie sind sehr viel.

Theodor Fontane (1819 - 1898), dt. Schriftsteller, Journalist, Erzähler und Theaterkritiker

Quelle: Fontane, Cécile, 1886

Es gibt eine Vernunft des Herzens, die der Verstand nicht kennt. Man erfährt es bei tausend Dingen.

Blaise Pascal (1623 - 1662), französischer Religionsphilosoph und Naturwissenschaftler, Begründer der Wahrscheinlichkeitsrechnung

Quelle: Pascal, Gedanken über die Religion und einige andere Gegenstände (Pensées sur la religion et sur quelques autres sujets), 1656-1662. Erstdruck 1669/1670, u. a. übersetzt von Karl Adolf Blech 1840

Die Leuchte des Geistes ohne Wärme des Herzens wird oft zum Irrlicht.

Peter Sirius (1858 - 1913), eigentlich Otto Kimmig, deutscher Gymnasialprofessor, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Sirius, Tausend & Ein Gedanken, 1899. Originaltext