159 Zitate und 8 Gedichte über Hochmut.

Hochmut sendet ein Gott als erstes der Übel dem Menschen,
Dem in der Welt nicht mehr rühmliches Bleiben er gönnt.

Theognis von Megara (um 540 - 500 v. Chr.), altgriechischer Dichter

Quelle: Theognis, Elegien. Deutsch im Versmaße der Urschriften. Übersetzt von Dr. Wilhelm Binder, Krais & Hofmann, Stuttgart 1859. V. 151f.

Der Hochmut des Wissens ist dort zu Hause, wo eine beschränkte, einseitige und engherzige Richtung vorherrscht.

Ernst Curtius (1814 - 1896), deutscher Historiker, Archäologe und Philologe, von 1844-49 Erzieher des späteren Kaisers Friedrich III., Professor in Berlin und Göttingen, veranlasste und leitete 1875-81 die Ausgrabung von Olympia

Hochmut ists, wodurch die Engel fielen,
Woran der Höllengeist den Menschen faßt.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie, 1801. Prolog, 2. Auftritt, Thibaut d'Arc

Ein stolzer Mensch verlangt von sich das Außerordentliche, ein hochmütiger schreibt es sich zu.

Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916), Marie Freifrau Ebner von Eschenbach, österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

Quelle: Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1911. Originaltext

Ein von Hochmut Aufgeblähter hört nicht gern
Die bessere Gegenrede von Geringeren.

Euripides (480 - 407 v. Chr.), griechischer Tragödiendichter

Quelle: Euripides, Andromache, um 424 v. Chr. Übers. von Johannes Minckwitz, Langenscheidt, Berlin 1911

Das heißt abergläubisch sein, wenn man seine Hoffnungen auf Formeln und Zeremonien setzt; es heißt aber hochmütig sein, wenn man sich ihnen nicht unterwerfen will.

Blaise Pascal (1623 - 1662), französischer Religionsphilosoph und Naturwissenschaftler, Begründer der Wahrscheinlichkeitsrechnung

Quelle: Pascal, Gedanken über die Religion und einige andere Gegenstände (Pensées sur la religion et sur quelques autres sujets), 1656-1662. Erstdruck 1669/1670, u. a. übersetzt von Karl Adolf Blech 1840