22 Zitate und 3 Gedichte über Hoffnungslosigkeit.

Der Weg des Hoffenden ist schwer bis
zur Einsicht der Hoffnungslosigkeit.

© Katharina Eisenlöffel (*1932), österreichische Aphoristikerin

Quelle: Eisenlöffel, Lebensweisheiten, Trotznauer Buch- und Musikverlag 1997

Es gibt eine vage Hoffnung, aber keine vage Hoffnungslosigkeit.

© Gerhard Uhlenbruck (*1929), deutscher Immunbiologe und Aphoristiker

Quelle: Uhlenbruck, Kaffeesätze. Gedankensprünge in den Sand des Getriebes, Edition Spiridon 1987

Ich wäre hoffnungslos, wenn ich nicht wüßte, daß ich es bin, der sich verloren hat, nicht aber das Ewige, das weiter wirkt.

Bernhard von der Marwitz (Schriftsteller und Soldat) (1890 - 1918), deutscher Schriftsteller, Übersetzer der Werke von Paul Claudel, fiel in den letzten Wochen des Ersten Weltkriegs, stand brieflich in Kontakt mit Rilke

Quelle: Merian (Hg.), Trotzdem. 366 deutsche Gedanken und Gedichte, Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1926

Hoffnungslosigkeit ist ein echter Grund für Mißerfolg.

© Dalai Lama (*1935), (Das Lächeln des Himmels), eigentlich Tenzin Gyatso, 14. geistiges und politisches Oberhaupt der Tibeter, wurde 1989 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis Seiner Heiligkeit

In der Tretmühle

Verlorene Tage! Glied an Glied
Reiht sich zu einer öden Kette,
So trostlos leer, so traurig schwer –
Ein niedrig Daseins-Hingefrette.

So traurig schleicht der graue Fluß
So träg, so schmutzig, so finster:
Trägt schwere Lasten und reibt sich vorbei
An Kieselerde und Ginster.

Ich sehe nicht mehr zurück mit Weh
Zu Tagen voll Schaffensfreude,
Ich hoffe nicht mehr stolz: Dereinst! –
Ich hab nur ein ewiges Heute.

Ludwig Scharf (1864 - 1938), deutscher Lyriker, sein Gedichtband »Lieder eines Menschen« gilt als eines der wichtigsten lyrischen Werke des Naturalismus

Quelle: Scharf, Gesammelte Lyrik und Prosa. Mit einer Auswahl aus dem Briefwechsel, hg. von Walter Hettche, Aisthesis Archiv 16, Aisthesis Verlag 2011. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Aisthesis Verlags. Verstreut veröffentlichte und handschriftlich überlieferte Gedichte (1883-1926)