56 Zitate und 1 Gedicht über Hygiene.

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Die moderne Reinlichkeit ist ein Zeichen kranker Sinne, der physische Ekel vor anderen Menschen, vor Gesichtern und Händen.

Oswald Spengler (1880 - 1936), deutscher Kultur- und Geschichtsphilosoph

Quelle: Spengler, Urfragen. Fragmente aus dem Nachlaß, unter Mitwirkung von Manfred Schröter hg. von Anton Mirko Koktanek, C. H. Beck 1965

Die Käseglocke schützt auch die Maden.

© Gerd W. Heyse (1930 - 2020), auch: Ernst Heiter, deutscher Schriftsteller und Aphoristiker

Quelle: Heyse, Die dritte Seite der Medaille, Verlagshaus Thüringen 1993

Temperanz (Mäßigung), das Bad und die Hautbürste,
und dann: – freßt nicht!

Musonius (um 25 - 100 n. Chr.), Gaius Musonius Rufus, römischer, stoischer Philosoph, von Nero (65) aus Rom verbannt und von Vespasian (79) zurückgerufen

Die praktisch-poetischen Griechen würden sagen: Luft, Licht und Seifenschaum sind die drei Kinder der Hygieia.

Carl Ludwig Schleich (1859 - 1922), deutscher Arzt, Erfinder der Anästhesie und Schriftsteller

Quelle: Schleich, Die Weisheit der Freude, 1921

Waschen macht die Welt nicht sauberer,
aber verteilt immerhin den Schmutz anders.

© Gregor Brand (*1957), deutscher Schriftsteller, Lyriker und Verleger

Quelle: Brand, Meschalim. Zweitausend Aphorismen, Gregor Brand Verlag 2007

Viele Männer rasieren sich so,
als ob der Bart ihr Feind wäre.

© Michael Marie Jung (*1940), Professor, deutscher Hochschullehrer, Führungskräftetrainer, Coach und Wortspieler

Quelle: Jung, Charakterkopf. Neue Aphorismen und Sprüche, Books on Demand 2004