262 Zitate und 41 Gedichte über Ich.

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Das Ich ist kein Parkplatz – es ist eine Fahrschule.

© Billy (1932 - 2019), eigentlich Walter Fürst, Schweizer Aphoristiker

Quelle: Billy, Wir Kleindenker – Ein Plädoyer für die Einfalt und Vielfalt des Denkens, Books on Demand 2006

Einstmals war das Ich in der Herde versteckt: und jetzt ist im Ich noch die Herde versteckt.

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. November 1882 – Februar 1883

Ich bin ein scheuer Vogel, der sich nur schwer entschließt, sich selbst aus der Hand zu fressen.

© Arthur Feldmann (1926 - 2012), österreichisch-jüdischer Schriftsteller, 1939 Emigration nach Israel als Aharon Shadmoni, 1956 als André Chademony in Frankreich eingebürgert

Quelle: Feldmann, Kurznachrichten aus der Mördergrube oder Die große Modeschau der nackten Könige, 1993

Milliarden Milchstraßen und irgend wo am Rande ein winziges Pünktchen: Unsere Erde. Milliarden Menschen und mittendrin ein Punkt, der Mittelpunkt von allem: Mein Ich.

© Petrus Ceelen (*1943), belgischer Geistlicher, Psychotherapeut, Autor und Aphoristiker, arbeitete als Gefangenenseelsorger und ist seit 1992 Aids-Pfarrer in Stuttgart

Der Weg zum Ich liegt hinter der Türe zum Du.

© Alfred Rademacher (20. Jhdt.), Aphoristiker

Quelle: Rademacher, Begegnungen, MIRA Verlagsgesellschaft, Künzelsau, o. J.

Einmal klopft sie ihrem anderen Ich auf die Schulter, einmal verprügelt sie es.

© Manfred Hinrich (1926 - 2015), Dr. phil., deutscher Philosoph, Philologe, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller

Die Gesellschaft produziert ihre Spitzenneurotiker, um sie zu bewundern.

© Michael Marie Jung (*1940), Professor, deutscher Hochschullehrer, Führungskräftetrainer, Coach und Wortspieler

Quelle: Jung, Geistesblitz und Seelenfeuer. Gedichte und Aphorismen, raschedition 2002

Nicht mehr Rom ist Rom, es ist ganz wo ich bin.

Pierre Corneille (1606 - 1684), französischer Dramatiker und Bühnendichter

Quelle: Corneille, Sertorius, 1662. 3. Akt, 1. Szene. Sertorius

Und Ich und Du, und Du und Ich:
Das haßt, verfolgt und peinigt sich –
Und leider wird dann unterdessen
Gar oft so ganz das Wir vergessen.

Otto von Leixner (1847 - 1907), eigentlich Otto von Grünberg, deutscher Novellist, Dichter und Literaturgeschichtler

Quelle: Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

O bettelarmes Ich, das nichts besitzt als sein unbändig, maßlos eignes Selbst.

Robert Hamerling (1830 - 1889), eigentlich Rupert Hammerling, österreichischer Roman- und Bühnenautor

Quelle: Hamerling, Ahasver(us) in Rom, 1866